Peter Maffay ist der Rocker unter den Schlagersängern, und der Schlagersänger unter den Rockern. Imago/Andreas Weihs

Peter Maffay stand schon immer für eine Mischung aus seichtem Rock und hartem Schlager und sprach dadurch zahlreiche Menschen an. In Deutschland hat der Musiker mehr al 20 Nummer-1-Alben auf den Markt gebracht. Seit 1975 verfehlte keine Platte des gebürtigen Rumänen mehr die Top10. Doch auch eine erfolgreiche Karriere wie seine, hat so seine Schattenseiten. Besonders ein Konzert lässt den 72-Jährigen bis heute nicht so richtig los, doch er zieht auch gutes daraus.

Peter Maffay spielte im Vorprogramm der Rolling Stones

Der Vorfall ereignete sich im Jahr 1982. Peter Maffay und seine Band waren für sechs Konzerte der großen Rolling Stones in Deutschland als Vorprogramm gebucht worden. Doch die Fans fanden das so gar nicht gut, wie er im Interview mit dem Playboy sagte. 

„Es flog so alles auf die Bühne – auch Eier. Es war ein Schock. Es war erniedrigend“, erinnert sich Peter Maffay an diesen Abend. Dass die Stones-Fans Maffay so ablehnen würden, damit hatten die Veranstalter wohl nicht gerechnet. Denn die hatten mit Maffay einen zu der Zeit beliebten Deutschrocker verpflichtet, der drei Jahre zuvor mit dem Album Steppenwolf durchgestartet war und zu dem Zeitpunkt musikalisch auch noch gut zu den Stones passte.

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Peter Maffay zeigt sich gerne in Lederjacke. Imago/ Future Image

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Peter Maffay sieht heute etwas gutes an dem Konzert-Debakel

Den Fans war das egal. Sie hatten keine Lust auf die Vorband und wollten die Rolling Stones. Maffay kann dem ganzen mit Abstand auch etwas Gutes abgewinnen, wie er nun sagte. „Es war die beste Lehre, die wir hätten ziehen können“, sagt er. „Ich glaube, wenn wir da nicht ordentlich auf die Mütze gekriegt hätten, wären wir größenwahnsinnig geworden.“ Schon beim ersten Tour-Termin in Hannover wurde Maffay ausgebuht. Das zog sich durch die ganze Deutschland-Tour der Stones. 

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Immer wieder wurde Maffay in der Vergangenheit auf diese Zeit angesprochen. Er selbst habe damals nicht so richtig damit umgehen können, sagte er dem Stern in einem Interview. „Ich war nervös, wurde verstockt und wütend. Das übertrug sich wohl auf die Zuhörer“, sagte er. „Am Ende spürte ich noch die Lust, uns zu guillotinieren.“ Dazu kam es glücklicherweise nicht.