Sido in dem berühmten roten Sessel von „The Voice of Germany“ SAT.1/ProSieben/André Kowalski

Eine Staffel war Sido Juror von „The Voice of Germany“. 2019 war das – neben Alice Merton, Mark Forster und Rea Garvey. Doch die Coach-Karriere des Rappers endete anschließend so schnell wie sie begonnen hatte. Sido wurde gefeuert. Auch wenn ProSieben das anders formulierte: Der stetige Wechsel auf den Coach-Stühlen gehöre einfach zum Konzept gehören würde, teilte der Sender mit.

Aber war das wirklich der wahre Grund? Einige Wochen vor der Entscheidung hatte Sido im Mai 2020 mit Aussagen über die Coronakrise, über Medien und über Verschwörungstheorien für Aufsehen gesorgt. Viele fühlten sich an Xavier Naidoo - ebenfalls einst bei „The Voice“ dabei - erinnert. 

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Als Bild-Reporter den Rapper dazu befragen wollten, eskalierte die Situation an Sidos Gartenzaun. Er rastete total aus: „Du stehst hier einfach bei mir privat vor der Tür! Schämst du dich nicht? Was wär, wenn einer bei dir vor der Tür stehen würde, was würdest du dann machen?“ 

In einem Video-Podcast auf YouTube hat Sido jetzt ausführlich über die Hintergründe gesprochen - und erklärt, warum dieser „Vorfall“ ihn auch den Stuhl bei „The Voice“ gekostet hat. 

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Sido in der Waldbühne Berlin im September 2020.  Imago/Future Image

Sido spricht Klartext im Podcast

Nachdem Sido aufgeklärt hat, dass er schon seit einiger Zeit nicht mehr in dem Haus wohne, vor dem es damals zu dem Streit mit den Journalisten kam, kommt er von sich aus darauf zu sprechen, warum er nicht mehr im Fernsehen zu sehen ist: 

„Ich will nicht mehr ins Fernsehen“, sagt er. „Ich kenne kaum einen Menschen, der jünger ist als ich, der überhaupt Fernsehen guckt. Meine Söhne, der Älteste wird 21, der hat noch nie Fernsehen intensiv geguckt. Das hat ihn nie interessiert. Ich glaube, da geht das alles hin. Du willst dir nicht mehr vom Fernsehen vorschreiben lassen, wann du zu Hause zu sein hast, um irgendeine Sendung zu gucken. Das ist doch Quatsch.“

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Dann geht es um seinen letzten großen TV-Auftritt, eben bei „The Voice“.  Der 40-Jährige spricht selber davon, gefeuert worden zu sein. „Ich hab auch seit meinem The Voice-Rausschmiss, der sehr unglücklich verlief und auch in einer Erpressung irgendwie geendet ist – ich hätte das und das machen sollen, damit das weiterläuft – keinen Bock mehr gehabt. Dass die denken, die hätten immer noch diese Macht, die sie mal hatten.“  

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Wie bitte? Erpressung? 

Ja, der Rapper meint das ernst. Und redet weiter Klartext: „Der Grund für den Split war diese Sache vor dem Zaun, wo die Bild-Leute bei mir vorm Zaun standen. Und die Aussage war, also der Grundtenor, dass ich der Presse nicht vertraue.“

Das soll ProSieben zu Sido gesagt haben

Dann habe ProSieben ihn vor die Wahl gestellt: :

ProSieben hätte gesagt, „wir sind auch Presse und Medien, du vertraust uns also auch nicht. Wir möchten jetzt, dass du dem Spiegel oder einem Springer-Medium ein Interview gibst, in dem du das alles revidierst und sagst, natürlich kann man den Medien vertrauen. Das wollten die von mir. Dann kannst du weiter mitmachen, haben die gesagt.“

Darauf wollte sich Sido offenbar nicht einlassen und verzichtete lieber auf seine Coach-Rolle. Seine Erfahrung fasst er so zusammen: „Es gibt ein türkisches Sprichwort: Wenn man auf den Boden spuckt, dann soll man das nicht wieder auflecken.“