Eric Sindermann, der gerade bei „Ex on the Beach“ zu sehen ist, ist der Enkel von SED-Politiker Horst Sindermann. Fotos: Imago/Torsten Helmke, Imago/Werner Schulze

In der DDR war in vielen Dingen Verzicht angesagt – ob dem SED-Politiker Horst Sindermann die Karriere seines Enkels Eric wohl gefallen hätte? Sindermann war Chef der von 1973 bis 1976 Vorsitzender des Ministerrates der DDR sowie von 1976 bis 1989 Präsident der Volkskammer. Und sein Enkel? Der hatte schon Sex mit mehr als 500 Frauen – und fummelt sich momentan durch die Kuppelsendung „Ex on the Beach“.

Eric Sindermann ist Berliner, war Handballer, ist heute Modedesigner mit dem eigenen Label „Dr. Sindsen“. Und nun eben auch Trash-TV-Star. In „Ex on the Beach“ werden Singles an einen exotischen Ort gebracht, dort mit ihren Ex-Partnern und Ex-Partnerinnen konfrontiert. Und Lebemann Eric ist dabei.

„Ich wurde über Instagram kontaktiert. Ich denke, sie haben mich genommen, da sie gesehen haben, dass ich ein sehr extrovertierter Lebemensch bin“, sagte er in einem Interview mit „Bild“. „Noch dazu ein wenig crazy.“

Eric Sindermann („Ex on the Beach“) behauptet, er hatte Sex mit 500 Frauen

Ein wenig? Nun ja: Was er in Sachen Sex zu erzählen hat, klingt nicht alltäglich. Denn Sindermann erwähnte bereits, er habe im Laufe seines Lebens schon mit 500 Frauen geschlagen. Genau genommen seien es sogar mehr als 500. „Ich hatte meine Frauengeschichten in den vergangenen Jahren immer geheim gehalten.

Durch die Show jetzt ist natürlich eine ganz neue Seite von mir zum Vorschein gekommen. Viele denken, ich sei ein unsympathisches Arschloch.“ Für ihn sei das unverständlich. „Ich hatte doch nicht gesagt, ich bin der geilste Stecher und Frauen sind nichts wert für mich. Ganz im Gegenteil.“

Buch führe er über seine Eroberungen nicht. Aber er sei mal nach einem One Night Stand gefragt wurden, wie viele Frauen er schon hatte. „Und da bin ich das mal durchgegangen und fing an mit dem Addieren. Ich habe es nicht darauf angelegt.“ Es habe sich so ergeben, sagt er. „Mental fühle ich mich nach so einem One-Night-Stand sogar meistens leerer beziehungsweise schlechter, weil ich Angst habe, nie die Richtige zu finden.“

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Was wohl sein Großvater dazu gesagt hätte? Horst Sindermann war Vorsitzender des Ministerrates der DDR, später Präsident der Volkskammer. Er war es, der den Begriff „antifaschistischer Schutzwall“ für die Berliner Mauer erfand. „Ich habe ihn kennenlernen dürfen, aber war noch zu klein – er starb zwei Jahre, nachdem ich geboren wurde“, sagt Eric.

„Ich kenne seine Geschichte, aber muss auch sagen, dass ich mich nie für Politik interessiert habe. Weder damals noch heute. Ich finde es auf alle Fälle großartig, was er erreicht hat und wie er für sein Lebenswerk immer gekämpft hat.“ Er wolle in den kommenden Jahren der Mode-König von Deutschland werden und dafür kämpfen – „so wie mein Großvater damals“.