Heinz Henn (r.) als Jury-Mitglied in der vierten DSDS-Staffel mit Anja Lukaseder und Dieter Bohlen. Foto: dpa/RTL/Stefan Menne

Dieter Bohlen war zwar schon immer der Jury-Chef bei DSDS. Doch gerade in den Anfangsjahren war er nie der unangefochtene König von „Deutschland sucht den Superstar“, als der er zuletzt immer wieder inszeniert wurde. Thomas Stein in den ersten beiden Staffeln oder danach Heinz Henn boten dem sogenannten Pop-Titan immer wieder Paroli. Dass die Rolle als Gegenpart so gar nicht gespielt war, zeigt Henn nun nach dem Bohlen-Rauswurf. Der Unternehmer ließ kein gutes Haar an seinem Ex-Kollegen.

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„Um ehrlich zu sein: Es interessiert mich null, was der Herr Bohlen macht und wie es mit ihm weitergeht“, sagte Henn dem Portal watson, und gab sich dabei nicht mal Mühe, seinen Groll zu verstecken. „Er hat anscheinend mal wieder nicht den Hals voll genug bekommen und noch nach mehr Kohle gefragt als die, die er schon macht“, mutmaßte er.

Tatsächlich wird im DSDS-Umfeld erzählt, dass es beim Bohlen-Rauswurf um Geld gegangen sein könnte. Die Produktion habe eigentlich Geld einsparen und daher auch Bohlens Gage kürzen wollen. Der aber habe sogar noch mehr verdienen wollen. Anderen Berichten zufolge soll Bohlen mit seinen bisweilen durchaus bösartigen Kritiken für den neuen RTL-Geschäftsführer Henning Tewes nicht mehr zeitgemäß gewesen sein. Und auch bei der Suche neuer Juroren, soll Bohlen nicht gerade hilfreich gewesen sein. Angeblich hätten rund 40 Juroren einen Platz neben dem ehemaligen Modern-Talking-Sänger abgelehnt, berichten Mitarbeiter.

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Heinz Henn konnte das damals nicht davon abhalten, zu DSDS zu gehen. Und das, obwohl sein Verhältnis zu Dieter Bohlen schon vor der Show gestört war, wie er nun watson verriet. Zuvor habe er schon zehn Jahre mit Bohlen zusammen bei der Produktionsfirma BMG „aushalten müssen“. Bohlen interessiere sich laut Henn für genau zwei Dinge im Leben: „Sich selber und seine Kohle.“ Positive Worte kann er so gar nicht finden. „Wie er andere Menschen behandelt, ist unter aller Sau“ sagt er. „Er hat null Respekt und deshalb hat es bei uns immer gekracht.“

Ginge es nach dem Unternehmer würde man bei DSDS jetzt am besten gar nicht einen Bohlen-Nachfolger suchen, sondern die Show einfach absetzen. Gleiches gelte für das Supertalent. „Castingshows sind einfach nicht mehr relevant“, so Henn. Dafür müsse man sich schlicht die Einschaltquoten angucken.