Auch bei ihm wurde für DSDS angefragt: Nino de Angelo Foto: Imago/Rudolf Gigler

Am Samstag geht die wohl chaotischste DSDS-Staffel aller Zeiten zu Ende. Was mit dem Rauswurf Dieter Bohlens und dessen Krankmeldung für die Finalshows endete, begann mit dem plötzlichen Aus von Kurzzeit-Juror Michael Wendler. Nachdem die Castings auf dem Rheinschiff Rhapsody abgedreht waren, floh der 48-Jährige Hals über Kopf in die USA, verabschiedete sich vom Showgeschäft und begann auf Telegram antisemitische Verschwörungsideologien zum Coronavirus zu verbreiten. Doch es hätte auch ganz anders kommen können. Denn offenbar war auch jemand ganz anderes für den Jury-Platz im Gespräch: Schlagersänger Nino de Angelo!

Dieter Bohlen soll Nino de Angelo persönlich angerufen haben

In ersten Ausschnitten aus dem Podcast „Bosbach und Rach – die Wochentester“ mit dem CDU-Politiker und Talksshow-Urgestein Wolfgang Bosbach und TV-Koch Christian Rach, kam auch der inwzsischen 57-jähirge Nini de Angelo zu Wort. Dort enthüllte der Sänger, dass zwei Wochen, bevor Michael Wendler als neuer DSDS-Juror verkündet wurde, Dieter Bohlen höchstpersönlich bei ihm angerufen und ihm einen Platz in der Jury angeboten habe.

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Doch so kam es nicht. „Ich war selber erschrocken, als man sich dann für den Wendler entschieden hat. Was danach kam, wissen wir ja alle. Und ich glaube, das hat der Sendung DSDS dann den Rest gegeben“, resümiert de Angelo, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Domenico Gerhard Gorgoglione heißt. Wieso es dazu kam, wurde aus den ersten Ausschnitten des Podcasts nicht ganz deutlich.

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Nino de Angelo und Dieter Bohlen kennen sich schon lange. Bohlen produzierte beispielsweise Nini De Angelos Song „Flieger“, mit dem der Karlsruher 1989 beim Eurovision Song Contest den 14. Platz belegte. 

Quelle: YouTube

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Wendler als DSDS-Juror hätte also verhindert werden können. Und somit auch das peinliche Hin- und Her mit der Ausstrahlung der Castings, als RTL an den aufgezeichneten Szenen mit Michael Wendler festhalten wollten, nach einem die Schoah verharmlosenden KZ-Vergleich sich aber dem öffentlichen Druck beugen musste, um den ehemaligen Schlagersänger erst aus der Sendung zu pixeln – und später ganz rauszuschneiden.