Bei der Expertise: Kandidatin Elisabeth Mewes, Moderator Horst Lichter und Schmuck-Expertin Heide Rezepa-Zabel im „Bares für Rares“-Studio. Foto: ZDF

Man wünscht den Kandidaten bei „Bares für Rares“, dass sie mit richtig viel Geld nach Hause gehen, dass ihre Antiquitäten auch wirklich Antiquitäten sind. Doch leider gibt es in der beliebten ZDF-Show nicht nur Erfolgsgeschichten. Manchmal rechnen die Teilnehmer auch mit großen Summen – doch dann kommt alles anders. So ging es jetzt auch einer Kandidatin, die ein Erbstück ihrer Mutter verkaufen wollte.

Elisabeth Mewes brachte ein Schmuckarmband mit Opalen ins Studio – um zu erfahren, welchen Wert das Schmuckstück hat. „Ein Erbstück von meiner Mutter. Das hat sie sich zur Silberhochzeit anfertigen lassen in den 70er-Jahren. Und ich habe es geerbt, aber es liegt seit über 30 Jahren in der Schublade. Dafür ist es zu schade, deshalb möchte ich es gern verkaufen.“

„Bares für Rares“-Expertin muss leider auf die Bremse treten

Auf dem Tisch glitzert das Armband mit den Augen von Horst Lichter um die Wette. „Das ist mal nicht verkehrt, das ist schön“, sagt der Moderator. Ist auch Schmuck-Expertin Heide Rezepa-Zabel begeistert? „Die Opale sind wunderschön, sie sehen magisch aus. Hier haben wir einen Weißopal, der transluzid ist, also durchscheinend. Je transparenter der Stein ist, desto schöner wirken auch die Farben, die sich gleichmäßig über den Stein verteilen.“ Umstanden seien die Steine von Brillianten im Vollschliff. Auf etwa zwei Karat schätzt die Expertin die Diamanten.

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Gefasst sind die Steine in 585er Weißgold, „das passt insgesamt zur kühlen Erscheinung, die man in damals favorisierte.“ Anhand des Musters und der Anordnung lasse sich das Stück auch sicher auf die 70er-Jahre datieren. Was möchte die Verkäuferin für das Schmuckstück? „Der Wunschpreis liegt bei mir bei 5000 Euro.“ Der Preis wirkt beim ersten Blick auf das Schmuckstück gerechtfertigt, doch Expertin Heide Rezepa-Zabel muss auf die Bremse treten.

Dieses schöne Armband sollte bei „Bares für Rares“ verkauft werden. Foto: ZDF

„Der Goldwert liegt bei nur 800 Euro, die Steine machen natürlich einiges, aber nicht allzu viel. Bedauerlicherweise muss ich sagen, dass die Opale alle gerissen sind“, sagt sie. „Der Marktwert ist also quasi Null.“ Es könne sein, dass ein Schmuckliebhaber mehr bezahlt. „Aber nur jemand, der nicht genau hinsieht.“ Ohne scharfe Lupe seien es 1400 bis 1600 Euro.

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Auch Moderator Horst Lichter ist geschockt. „Ich sehe eine schwere Enttäuschung“, sagt er zur Kandidatin. „Das tut mir weh, das tut ein bisschen im Herzen weh. Ich will, dass die Menschen, die hier herkommen, strahlend weghüpfen.“ Doch Elisabeth will trotzdem verkaufen. „Sonst liegt es weiterhin in der Schublade.“ Lichter: „Und du weißt ja nicht, was drüben im Händlerraum passiert.“

Die „Bares für Rares“-Händler legen doch noch etwas Geld drauf

Wie viel bieten die Händler für das Erbstück? „Sie bringen unsere Augen zum Funkeln“, sagt Kunsthändler Daniel Meyer. Und dann passiert ein kleines Wunder: Händlerin Susanne Steiger startet sofort mit 1600 Euro – die Expertise ist sofort erreicht! Hoch geht es über 1700, 1800, 1900. „Jetzt kommen wir langsam in die Höhe, wo die Risse in den Steinen mitspielen“, sagt Fabian Kahl. Er bietet 1920 Euro, Kandidatin Elisabeth schlägt zu. „Ich bin froh, dass ich es verkauft habe, damit es nicht nochmal 30 Jahre in der Schublade liegt“, sagt sie.