Emma Corrin auf der Fashion Week in Paris im März diesen Jahres.  Foto: imago images/PanoramiC

Was wissen Sie über Prinzessin Diana? Emma Corrin kann sagen „So gut wie alles“. Mit gutem Grund. Sie spielt die Prinzessin der Herzen in der vierten Staffel von „The Crown“. Von einem Alter an, das in der Realität nie dokumentiert wurde. Nämlich als Ballett-Teenie, der Prinz Charles becirct. Und Emma erfuhr am eigenen Leib, was Diana bei ihrer Hochzeit empfand. Genauer gesagt in ihrem Hochzeitskleid: „Es war so schwer, dass ich mich darin kaum bewegen konnte.“ Die Mega-Robe hatte man Emma nach alten Schnitten auf den Leib geschneidert.

KURIER: Das Ergebnis ist atemberaubend!

Emma Corrin: Danke! Das fanden auch meine Kollegen. Als ich damit beim Dreh zum ersten Mal auftrat, wurde es mucksmäuschenstill. Und so blieb es auch während wir gefilmt haben – es war unser Zeichen des Respekts für Di.

Ihre Ähnlichkeit mit Diana ist wirklich verblüffend!

Das liegt in den Genen! Meine Mutter wurde oft mit Diana verwechselt. Am Tag als Prinzess Di um Leben gekommen ist, sind die Leute in London fast ohnmächtig geworden, als meine Mama in die U-Bahn gestiegen ist. Im Familienkreis haben wir oft gesagt „Mama ist Di“.

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Emma Corrin bei den Dreharbeiten zur vierten Staffel von „The Crown“, in der sie Prinzessin Diana spielt. Foto: imago images/ZUMA Press

Und jetzt sind Sie es! Was hat Ihnen die Diana bedeutet?

Ich war erst drei, als sie starb. Daher kann ich mich nicht wirklich an sie erinnern. Ich habe sie hauptsächlich durch Dokus studiert.

Wie würden Sie Dianas Ehe mit Prinz Charles beschreiben?

Sie war noch so jung und naiv und konnte einfach nicht absehen, was passieren wird. Die Beziehung zu Charles war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Sie wurde arrangiert und beide Partner waren nicht dafür wirklich bereit.

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Eine Ehe, die zum Scheitern verurteilt war: Prinz Charles von Wales und Prinzessin Diana. 
Foto: imago images/LFI

Weil Charles mit Camilla eine andere liebte?

Auch. Aber beide hatten dasselbe Defizit. Sie hatten von ihren Eltern nicht die Liebe und Aufmerksamkeit bekommen, die sie gebraucht hätten. Sie suchten beide Selbstbestätigung und Fürsorge, die sie sich aber nicht gegenseitig geben konnten.

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Prinz Charles und Camilla, Herzogin von Cornwall, sind seit 2005 verheiratet.
Foto: imago images/ i Images

Glauben Sie, dass es einen Traumprinzen für Sie gibt?

Als moderne Frau glaube ich nicht wirklich an dieses Konzept. Wenn ich eines von Diana gelernt habe, dann ist es, nicht irgendwelchen unerreichbaren Idealen oder Träumen bei der Partner-Suche zu folgen. Auf der anderen Seite hoffe ich insgeheim, dass der Traumprinz existiert.

Was bewundern Sie am meisten an der Royal Family?

Ich bewundere ihr Pflichtbewusstsein. Sie leben mit der Bürde, dass sie so viele Menschen repräsentieren und geben vieles dafür auf. Insbesondere was sie selbst im Leben für sich wollen. Ich glaube, das führt zu großer Einsamkeit.

Würden Sie jemanden aus der königlichen Familie gerne mal treffen?

Eine Audienz bei der Queen zu bekommen – das wäre super!

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Was war die größte Herausforderung für Sie, Diana zu spielen?

Dass ich tanzen musste. Diana war eine tolle Tänzerin. Ich bin eine schlechte Tänzerin und meine Beine sind einfach sehr unkoordiniert. Deshalb musste ich Stepptanz und Ballett für den Part lernen.

Was hatte Diana, was die Menschen bis heute so bewegt?

Sie hatte eine ganz besondere Art, zu Menschen eine Verbindung aufzubauen. Sie konnte dir in die Augen schauen und du glaubtest, es gab nur sie und dich in diesem Moment. Viele Menschen hatten das Gefühl, sie persönlich zu kennen.

Bis heute geliebt und unvergessen: Prinzessin Diana.  Foto: imago images/Mary Evans

Wenn Diana noch leben würde, was würden Sie sie fragen wollen?

Ich habe keine bestimmte Frage. Aber ich würde so gerne mit ihr zusammen zu Abend essen oder mit ihr spazieren gehen, um einfach ihre Sicht von der Welt aus ihrem Munde zu hören.

Sie sind 24. Gibt es etwas, was Diana in diesem Alter von Ihnen hätte lernen können?

Eine interessante Frage. Wir sind so verschieden, weil wir einfach in verschiedenen Umständen und Familien aufgewachsen sind. Ich habe das Glück, dass ich dazu erzogen wurde, meine Bedürfnisse nicht zu vergessen. Dass Selbstliebe etwas Gutes ist. Ich passe darauf auf, dass ich das bekomme, was ich brauche. Ich glaube, dass Diana nicht wusste, wie sie sich vor Beziehungen schützen konnte, die Gift für sie waren.

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Was hätte Sie gerne von Diana?

Ihren unglaublichen Sinn für Mode! Sie war nicht nur eine Fashion-Ikone, sie hat mit ihren Outfits jedes Mal ein Statement abgegeben. Sie hat damit ihre Stimme erhoben und ihre eigene Identität geschaffen!

Gab es ein Crown-Kostüm, das Sie gerne behalten hätten?

Oh mein Gott, es gab zu viele. Aber wenn ich mir eins aussuchen müsste, dann würde es ihr Outfit von der Beerdigung von Hugh Lindsay sein. Sie trägt dieses Samtensemble mit Rock, darüber eine unglaublich tolle Lederjacke und einen schwarzen, breitkrempigen Hut. Ich habe mich stark und mächtig darin gefühlt. Einfach phänomenal!

Prinz Harry scheint die rebellische Ader seiner Mutter geerbt zu haben, in dem er Liebe und Ehe vor die Pflicht eines Royals gestellt hat.

Von all dem, was ich von Diana weiß, bin ich mir sicher: Sie wäre sehr stolz auf ihn. Ich glaube Diana hätte genau das gewollt – nämlich die Institution Royal Family zu modernisieren.

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