Schauspieler Eddie Murphy. Foto: Imago/Kristin Callhan

Sein „Prinz aus Zamunda 2“ läuft im März an. Aber das reicht Eddie Murphy nicht, um die fast zehn Jahre lange Kunstpause in seiner Karriere zu beenden. Er hat die nächste Fortsetzung seiner Kultfilme in Planung. Die Wiederauferstehung als „Beverly Hills Cop“. Der 59-Jährige verrät, dass die vierte Folge mit ihm als schlagfertigem Polizisten Axel Foley wahr wird.

Gibt es schon ein Drehbuch?

Murphy: Es gibt Teil eines Drehbuchs. Wir sind volle Fahrt voraus, zumal auch der Original-Produzent Jerry Bruckheimer wieder mit an Bord ist. Auf jeden Fall steht Axel Foley bereit!

Ihre Neuauflage von „Der Prinz von Zamunda“ spielt hauptsächlich in Prinz Akeems fiktivem Königreich. Wo genau in Afrika haben Sie das eigentlich gedreht?

Nix mit Afrika (lacht). Ich bin noch nie da gewesen. Gedreht haben wir auf dem Grundstück des Rappers Rick Ross. Der besitzt 100 Hektar und wir konnten seine Villa in ein Schloss und seinen Garten in eine afrikanische Landschaft umwandeln. Die Elefanten und Löwen haben wir dann einfach im Großhandel gekauft (grinst).

Sehr witzig!

Ehrlicherweise wäre das Anwesen groß genug, um Wildtiere frei rumrennen zu lassen. Aber unsere Tiere kommen alle aus dem Computer.

Eddie Murphy (r.) und Arsenio Hall in „Der Prinz von Zamunda 2“ Foto: Imag0/Amazon Studios

Wie sehr hat sich Ihr Leben verändert, seitdem Sie das letzte Mal Prinz Akeem gespielt haben?

Verdammt viel. Als wir das Original gedreht haben, war ich 27 und hatte noch keine Kinder. Jetzt bin ich 59 und habe zehn Kids. Ich bin schon lange nicht mehr derselbe, der ich damals war!

Wollten Sie schon immer Kinder haben?

Ich weiß nicht, ob ich schon immer welche wollte. Aber ich wusste immer, dass ich welche haben würde. Nur dass es mal zehn werden würden, hätte ich nie geglaubt.

Wie sehr hat Vaterschaft Sie verändert?

Es beeinflusst jede Entscheidung, die du triffst. Als Vater bin ich viel emotionaler geworden. Heute kommen mir bei so vielen Dingen die Tränen, die mich früher gar nicht tangiert hätten.

Ihre beiden jüngsten Kinder sind vier und zwei. Eigentlich müssten Sie ja inzwischen ein Meister des Windelwechsels sein.

Ich wechsle keine Windeln. Ich mache alles, nur das nicht. Weil meine Kids was Besseres verdient haben! (lacht)

Kommt man eigentlich mit Humor besser durch ein Pandemie-Jahr?

Humor zu haben ist das Ein und Alles im Leben! Ich verliere meinen Witz nicht, nur weil keine Kamera läuft. Was den Lockdown anbelangt – ich hatte nie ein Problem mit Abstandhalten und Maske. Das kommt mir ja zugute (lacht).

Am 3. April werden Sie 60. Hoffen Sie, dass es bis dahin möglich ist, eine große Party zu feiern?

Ich gehe davon aus, dass es dieselbe Art der Feier wird wie letztes Jahr.

Und zwar?

Wir waren da auch schon im Lockdown und haben im engen Familienkreis gefeiert. Genauso wird es in diesem April dann auch ablaufen.

Wenn Sie auf Ihr Leben zurückblicken, auf was sind Sie am meisten stolz?

Meine Familie, meine Kinder. Alle meine Kids sind gute Menschen und sehr klug obendrein. Das ist meine größte Errungenschaft, mein Nachlass!

Ihre 18-jährige Tochter Bella gibt in „Prinz von Zamunda 2“ ihr Schauspieldebüt. Wie viele Ihrer Kinder haben Ihr Talent geerbt?

Einige. Drei meiner Töchter und drei meiner Söhne habe Interesse an der Schauspielerei. Alle Kids sind künstlerisch begabt.

Sie scheinen kaum zu Altern. Liegt das an der Ernährung?

Nein, das hat nichts mit Essen zu tun, sondern mit meinen guten Genen. Und dass ich Komiker bin. Wir altern nämlich langsamer als andere, weil wir so viel lachen. Ich lache mindestens zwei Mal die Woche Tränen. Das muss es einfach sein. Ich kenne nämlich Leute in meinem Alter, denen der Humor fehlt. Die sehen um einiges älter aus als ich!