RTL will den Wendler in der übernächsten Folge von „Deutschland sucht den Superstar“ eleganter aus dem Format schneiden. Foto: imago images/Christoph Hardt

RTL musste recht kurzfristig reagieren, als sie nach einem Rumgeeiere kurz vor der Ausstrahlung der zweiten Folge von „Deutschland sucht den Superstar“ entschieden, Michael Wendler wegen seiner verbreiteten Verschwörungstheorien und seines antisemitischen KZ-Vergleichs aus der Sendung zu schneiden. In der ersten Sendung ohne den Wendler wurde er notdürftig weggepixelt, Redebeiträge, wenn sie denn zwingend notwendig waren, wurden durch Sprechblasen ersetzt. Auch am Dienstag, wenn die dritte Folge der 18. DSDS-Staffel ansteht, wird es wohl wieder so aussehen. Doch der Sender plant schon elegantere Lösungen. 

„Aufgrund der gewonnenen Erfahrung und der längeren Vorlaufzeit hoffen wir, dass wir die zukünftigen Sendungen handwerklich wieder etwas eleganter ausstrahlen können“, kündigte eine Sprecherin des Senders an. Nach wie vor sei dabei oberste Priorität, dass „der vierte Juror“ nicht zu sehen und zu hören sei.

RTL hatte sich am vergangenen Mittwoch dazu entschieden, Wendler komplett aus den Folgen zu streichen, die schon sei längerer Zeit aufgezeichnet waren. Der Schlagersänger hatte Deutschland zuvor wegen der Anti-Corona-Maßnahmen im Messangerdienst Telegram als „KZ“ bezeichnet.  Nicht der erste, aber wohl der bislang krasseste antisemitische Ausfall des ehemaligen Schlagersängers, der seit Monaten zahlreiche Verschwörungsideologien im Internet verbreitet.

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Die Schnittarbeiten von RTL waren nicht ganz einfach und standen unter großem Zeitdruck. In der Folge am Samstag waren am Jury-Platz von Wendler zum Beispiel nur Schemen zu erkennen. Mittels Bildbearbeitung war der 48-Jährige völlig unkenntlich gemacht geworden. Sprechblasen ersetzten Wortmeldungen von ihm. Ganze Sequenzen wurden auch einfach gelöscht.