Modedesigner Harald Glööckler ist eine echte Ikone - doch in seiner Kindheit musste er unfassbar schlimme Dinge erleben. imago/Bernd Elmenthaler

Immer wieder knöpft sich Comedy-Star Kurt Krömer in seiner rbb-Sendung „Chez Krömer“ deutsche Stars vor, stellt ihnen im Verhörraum des Studios die wirklich spannenden Fragen. Mit Witz, Charme – aber gleichzeitig mit ausreichend Härte. In der letzten Episode war nun „Dschungelcamp“-Star Harald Glööckler zu Gast – und im Gespräch kam es zu besonders dramatischen Minuten. Der Modezar erzählte vom Tod seiner Mutter… und sein Bericht ließ auch Krömer nicht kalt.

Harald Glööckler: Er möchte jede Frau zu einer Prinzessin machen

Nach den ersten „Dschungelcamp“-Plaudereien leitete der zu jener dunklen Geschichte aus Glööcklers Leben über. „Ein Wunsch von Ihnen ist, jede Frau zur Prinzessin zu machen“, sagte Krömer. Ob dieser Wunsch auch daher komme, dass Glööckler seine Mutter verloren habe, als er 13 Jahre alt war? „Das kommt daher, dass meine Mutter gepeinigt wurde von meinem Vater, der ein Schläger war.“ Es gebe keine Sekunde in seiner Kindheit, in der er nicht Angst haben musste, dass die Mutter blutend am Boden liegt oder tot ist.

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Und es sei tatsächlich zum schlimmsten gekommen: Sein Vater habe seine Mutter die Treppe heruntergestoßen. „Er ist danach zur Arbeit gegangen.“ Glööckler musste damals Hilfe rufen. Als Kind denke man immer darüber nach, ob man selbst Schuld daran hat, ob man es hätte verhindern können.

In Chez Krömer interviewt Komiker Kurt Krömer Promis in einem verhörraum. Jetzt war Modezar Harald Glööckler zu Gast. rbb/Daniel Porsdorf

„Wenn man es aber verarbeitet über die vielen Jahre, dann kommt man irgendwann an einen Punkt, dass man feststellen muss, dass immer nicht einer allein dran Schuld ist, dass beide mitgemacht haben. Dass es immer eine Täter-Opfer-Opfer-Täter-Beziehung ist.“ Irgendwann sei man dann „mit beiden durch“, mit Vater und Mutter. „Und dann sollte man den Deckel draufmachen.“

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Er habe sich auch gefragt, warum seine Mutter ihm das antat – schließlich hätte sie den Mann auch verlassen können. „Wenn das zwei Erwachsene miteinander austragen, ist das eine Sache. Aber wenn Kinder dazwischen hängen, ist das natürlich nicht mehr so lustig.“

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Harald Glööckler: Seine Mutter starb nach drei Tagen im Krankenhaus

Seine Mutter sei nach drei Tagen im Krankenhaus verstorben. „Sie hat mir das Versprechen abgerungen, dass ich nicht darüber rede. Die Frauen haben immer erzählt und erzählen es heute noch, sie seien die Treppe runtergefallen. Und damals wollten die Ärzte im Krankenhaus auch nicht zu sehr nachbohren. Sie waren froh, wenn sie nur die Treppe runtergestürzt ist.“

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Sie an den Verletzungen der inneren Krampfadern verstorben. „Eine Freundin hat sie noch besucht an dem Tag, als sie ins Krankenhaus kam. Sie sagte zu der Freundin: Was macht mein Sohn, wenn ich nicht mehr da bin?“ Ganz schrecklich sei es gewesen. „Aber für mich ist das Thema durch. Es ist 43 Jahre her.“ Er habe als Teenager aber noch bei seinem Vater leben müssen. „Ich habe geguckt, dass ich unter dem Radar verschwunden bin und ihm aus dem Weg gegangen bin.“