Bea Fiedler bei der Dschungelprüfung. Foto: TVNow/Stefan Gregorowius

Am Mittwochabend gab es bei der Dschungelshow mal wieder eine Entscheidung. Am Ende der deutlich entschlackten Sendung, ohne zu viel Rückblick mit Ex-Kandidaten, wurde Bea Fiedler von den anrufenden Zuschauern rausgewählt. In der Twitter-Fangemeinde sorgte das für blankes Entsetzen. Schließlich war es doch der ehemalige Erotik-Star, der mit seinen Launen und seiner Sprunghaftigkeit für die meiste Stimmung im Tiny House sorgte. Wieso musste sie gehen? Eine Spurensuche.

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Es fiel in den vergangenen Jahren schon öfter auf, das Urteil der Trash-TV-Bubble auf Twitter deckt sich nicht immer mit dem der Anrufer, die letztendlich über den Verbleib der Kandidaten im Dschungelcamp entscheiden. Doch an diesem Beispiel wurde es besonders deutlich. Während die Fans in dem Sozialen Netzwerk die 63-jährige Bea Fiedler gerne im Finale, ja vielleicht sogar im echten Dschungelcamp gesehen hätte, wählten die Zuschauer sie einfach raus.

Lars Tönsfeuerborn und Lydia Kelovitz sind weiter, Bea Fiedler (hinten) nicht. Foto: TVNow/Stefan Gregorowius

Es mag an den unterschiedlichen Bedarfen liegen, die die unterschiedlichen Zuschauergruppen haben. Möglicherweise greifen eher solche Zuschauer zum Telefonhörer, die wirklich danach entscheiden, wer es denn verdient hätte, in den Dschungel zu gehen - und nicht solche, die danach gehen würden, wer das meiste Trash-TV-Potenzial hat. Das hatte in der zweiten Tiny House-Gruppe nämlich eindeutig der ehemalige Erotik-Star. Immer wieder bekamen ihre Mitbewohner ihre Launen zu spüren, die die Zuschauer mitunter an Winfried Glatzeder aus der 2014er-Staffel erinnert haben könnten. Auch ihre (vermeintlich erloschene) Liebe zu Zigaretten dürfte warme Gefühle an Daniele Negroni und Icke Häßler geweckt haben. Und dann hatte man bei der letzten Prüfung am Mittwochabend sogar noch einen kleinen Danni Büchner-Moment, als man den Eindruck nicht loswurde, dass Bea absichtlich verlor.

Dschungelcamp: War Bea Fiedlers Figur vielleicht auserzählt?

Doch am Ende musste sie ausziehen. Vielleicht gab es auch nicht genug Anrufe für die 63-Jährige, weil die Zuschauer befürchteten, ihre Geschichte sei auserzählt. Tatsächlich ist das nicht unmöglich. Bea Fiedler hat in den drei Tagen Dschungelshow bereits einiges auf den Tisch gepackt. Ihre ehemals große Karriere, ihr Absturz, ihre falschen Freunde - und eben sich selbst, wie sie mit Stresssituationen umgeht. Was sollte da im nächsten Januar noch kommen? Wahrscheinlich nichts neues, dennoch wäre wohl alles, was sie mitbringt schon genug für einen mindestens überdurchschnittlichen Dschungelstar.

Ein dritter Erklärungsansatz ist wohl die Mobilisierung der Anrufer. Während Bea möglicherweise den größten Anteil unter den neutralen Zuschauern für sich gewinnen konnte, konnte sie wahrscheinlich kaum eigene Fans mobilisieren. Das liegt zum einen daran, dass sie zuletzt in den Medien nicht so präsent war – und daran, dass sie keine Möglichkeit hatte, Fans direkt anzusprechen. Während Lars Tönsfeuerborn 63.000 Follower um Hilfe bitten konnte, und Lydia Kelovitz immerhin 44.000, hat Bea schlicht kein Instagram.

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Woran es auch immer lag. Die Twitter-Fans werden sie vermissen. Der bekannte Trash-TV-Twitterer Anredo, seinerseits mit 58.000 Followern, schrieb enttäuscht, er wolle nie wieder den Dschungel gucken. Das gilt natürlich nur bis zum Donnerstagabend.