Sonja Zietlow und Daniel Hartwig sind auch beim Dschungelcamp 2021 dabei - doch wie wird der Rest Foto: dpa/Marius Becker

Müssen Trash-TV-Fans um ihr Dschungelcamp bangen? Angesichts der immer rasanter steigenden Corona-Zahlen und der damit einhergehenden strengeren Regeln in allen Teilen der Welt, berichtete die „Bild“ jüngst, dass RTL das Dschungelcamp 2021 absagen müsse. Dem widersprach nun Senderchef Jörg Graf energisch.

„Liebe Kakerlakenfreunde, der Dschungel ist nicht abgesagt, es wird auch 2021 eine Dschungelshow stattfinden. Die aktuelle Coronalage zwingt uns tagtäglich am Konzept zu arbeiten, um das für alle Beteiligten sicher hinzubekommen“, lässt sich der 54-Jährige auf der Sender-Homepage zitieren und räumt ein, dass die Staffel tatsächlich nicht in Wales produziert werden kann, wo das britische Dschungelcamp gedreht wird, sondern in Deutschland. Aufgrund der Infektionszahlen habe man sich dagegen entschieden, so Graf.

Ist also alles gut? Nicht unbedingt, denn dass Graf von einer „Dschungelshow“ statt einem „Dschungelcamp“ spricht, deutet darauf hin, dass in diesem Jahr - auch abgesehen vom Standort - nicht alles so läuft wie in den vergangenen Jahren. Dass es sich hier nur um einen Verschreiber handelt, ist unwahrscheinlich, schließlich dürfte bei einer so wichtigen Pressemeldung, in der der Sender-Chef zitiert wird, jedes Wort sitzen.

Das Dschungelcamp kann durch ein neues Konzept auch gewinnen

Schlecht muss das hingegen nicht sein, denn das Dschungelcamp hat in den vergangenen Jahren gegenüber anderen Reality-Formaten an Beliebtheit verloren. „Das Sommerhaus der Stars“ zog nicht nur wegen seiner Unberechenbarkeit, sondern auch wegen der handwerklichen Leistung der Produktion an der Urgroßmutter der deutschen Reality-Formate vorbei. Auch die Dating-Show „Love Island“ schaffte längst den Schritt aus der Nische auf die große Trash-TV-Bühne, um dort das Dschungelcamp herauszufordern. Zunehmend mit Erfolg, denn die Sendung leidet seit Jahren darunter, dass die Kandidaten ziemlich genau wissen, was sie dort erwartet und dementsprechend eine Rolle annehmen können.

Vielleicht bringt die „Dschungelshow“ - was auch immer sich dahinter verbergen mag - frischen Wind in das einstige Zugpferd des deutschen Reality-Fernsehens. Sicher dabei sein werden auf jeden Fall die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich. Senderchef Jörg Graf verspricht schon jetzt ein „großes Spektakel im Januar“. Über mögliche Kandidaten sprach er dabei nicht. Laut Gerüchten soll Designer Harald Glööckler dabei sein