Der Prinz (Pavel Travnicek) passt Aschenbrödel (Libuse Safrankova) im Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" den verlorenen Schuh an. dpa/WDR

Wenn die Tage kürzer und die Lebkuchen- und Stollenregale in den Supermärkten voller werden, sehnen sich viele Menschen nach Gemütlichkeit. Nach Tee, einer rauschenden Heizung und kommen, auch wenn es eigentlich noch fast drei Monate Zeit sind, unweigerlich in Weihnachtsstimmung. Und das bedeutet für viele Menschen auch, dass sie bestimmte Märchen, die sie mit ihrer Kindheit verbinden, lesen – oder auch im Fernsehen gucken wollen. Besonders im Osten Deutschlands ganz vorn mit dabei ist das Defa-Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Und das können Fans nun gucken, wann immer sie wollen - wenn sie das richtige Abo haben...

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Jetzt gibt es das DDR-Märchen rund um die Uhr

Bislang lief der Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ vor allem dann im deutschen Fernsehen, wenn es auf Weihnachten zuging. Ab November hatten die öffentlich-rechtlichen Sender zahlreiche Sendetermine verkündet, an denen das 1973 verfilmte Märchen mit Libuše Šafránková in der Hauptrolle, gezeigt wurde. Doch nun prescht die RTL-Gruppe bereits im Oktober mit einem neuen Angebot vor. 

Denn „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ findet sich in der Liste der Streaming-Highlights für das Streamingportal TV-Now. Seit dem ersten Oktober ist das beliebte Defa-Märchen also rund um die Uhr abrufbar. Doch einen kleinen Haken gibt es. Denn kostenlos ist das ganze nicht. Anders als andere Formate steht „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nämlich nicht im kostenlosen Bereich der Streaming-Plattform zur Verfügung, sondern eben nur den Premium-Kunden. Und die müssen jeden Monat zahlen.

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Kostenlos wohl nur im ÖR

Kostenlos dürfte es erst wieder dann werden, wenn das DDR-Märchen im ZDF, der ARD, oder einer der regionalen Rundfunkanstalten gelaufen ist. Denn nach Ausstrahlung stehen die Inhalte stets eine Weile in der Mediathek der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zur Verfügung. Hier selbstverständlich kostenlos.

Das Defa-Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist die Verfilmung von Božena Němcovás gleichnamiger Aschenputtel-Abwandlung, die sie in den 1840er Jahren geschrieben hatte. Im Film sind allerdings mehr Elemente des Grimm-Aschenputtels, wie wir es in Deutschland kennen, vorhanden, als in Němcovás Version. Die tschechische Schriftstellerin Božena Němcová ist heute vor allem für ihre Märchen bekannt. 

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Als Jäger verkleidet, schießt Aschenbrödel (Libuse Safrankova) im Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit dem Prinzen (Pavel Travnicek, r) um die Wette dpa/WDR

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Darum geht es in dem DDR-Klassiker

Im Zentrum des Films steht das von Libuše Šafránková gespielte Aschenbrödel, die nach dem Tod ihrer Eltern auf einem Gutshof lebt und von ihrer bösen Stiefmutter und deren leiblicher Tochter Dora schikaniert und wie eine Magd behandelt wird. Erst als die Königsfamilie dem Guthof einen Besuch abstattet, wendet sich das Blatt. Während Aschenbrödels Stiefmutter versucht, dem Prinzen ihre Tochter Dora anzudienen, trifft Aschenbrödel den begehrten Adligen im Wald.

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Aktuell wird in Norwegen übrigens eine neue Variante von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gedreht. Die Hauptrolle wird von Astrid S eingenommen, einer Popsängerin aus Norwegen.