Astrid Smeplas ist die neue Aschenbrödel. Tre nøtter til Askepott

Als im Sommer bekannt wurde, dass in Norwegen eine Neuauflage von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gedreht wird, war nicht klar, ob diese Version des tschechischen Märchens es auch nach Deutschland schaffen würde. Zu sehr ist man hierzulande mit der Defa-Produktion mit Libuše Šafránková verbunden. Doch nun ist es so weit. Auf dem Streaming-Portal Amazon Prime ist die neue Version mit der Sängerin Astrid Smeplass nun verfügbar. 

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: In Norwegen wich Skepsis schnell Begeisterung

Auch in Norwegen schlug der Produktion viel Skepsis entgegenr. Denn genau wie hierzulande gehört es zu den Weihnachtstraditionen, mindestens einmal im Dezember den Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gesehen zu haben. Entsprechend groß war der Druck, wie die neue Aschenbrödel Astrid Smeplass dem RND in einem Interview sagte. 

„Vorher haben die Zeitungen nichts Gutes geschrieben. ‚Legt euch nicht mit dem Original an‘, hieß es. Die Menschen waren sehr skeptisch.“ Doch nun seien die Kritiken sehr gut. „Ich habe viele Nachrichten von Eltern bekommen. Sie haben mir Videos von ihren Kindern geschickt, die zu der Titelmelodie herumtanzen. Das ist schön zu sehen.“

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Der Prinz (Pavel Travnicek) passt Aschenbrödel (Libuse Safrankova) im Original-Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" den verlorenen Schuh an. dpa/WDR

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Für Hauptdarstellerin Astrid Smeplass war es die erste Schauspielrolle. Eigentlich ist die 25-Jährige nämlich Sängerin. Im Jahr 2013, im Alter von nur 16 Jahren, wurde sie Fünfte bei der Casting-Show „Pop Idol“ – vergleichbar mit „Deutschland sucht den Superstar“. Seither ist sie erfolgreich als Musikerin unterwegs. Als nach der Casting-Anfrage letztendlich auch die Zusage für die Rolle kam, war sie sehr überrascht, wie sie nun verriet. 

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Sie war eine starke Frau

Schon als Astrid Smeplass selbst ein Kind war, habe ihr „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ sehr gefallen. „Sie war schon damals eine starke Frau, die aktive Entscheidungen für ihre Zufriedenheit getroffen und nicht über sich entscheiden lassen hat. Das ist sehr inspirierend. Niemand legt sich mit ihr an, nicht einmal die Jungs“, schwärmt die Neu-Schauspielerin. 

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In der Neuverfilmung von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ sei man nahe am Original geblieben, habe sich aber dennoch an die heutige Zeit angepasst. „Glück zu haben ist nicht gleichbedeutend damit, einen tollen Mann zu finden und ihn zu heiraten. In dem Film geht es eher darum, wie Aschenbrödel für ihre Rechte kämpft“, erklärt Astrid Smeplass dem RND. „Sie möchte das Leben leben, das sie möchte, und frei von ihrer Stiefmutter sein. Ich hoffe, dass die Menschen und vor allem junge Mädchen das auch erkennen.“

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Neuverfilmung oder Klassiker?

Ob das kritische Publikum in Deutschland auch so begeistert von der Neuauflage von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ist, wie die nicht minder kritischen Norweger, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen. Und wer doch lieber die klassische Variante schaut, kann dies beim Streamingdienst RTL+ tun – oder auf die Sende-Termine im linearen Fernsehen warten.

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Am 24. Dezember kommt „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ um 12.10 Uhr in der ARD, um 16.05 Uhr auf dem NDR, um 18.50 Uhr auf ONE und um 20.15 Uhr im WDR. Am 25. Dezember um 9.55 Uhr in der ARD und um 16.15 Uhr im NDR. Und der SWR zeigt den Weihnachtsklassiker am 26. Dezember noch einmal um 16.35 Uhr.