Stehen bei „Bares für Rares“ zum Verkauf: Zwei Cels von Walt Disney. ZDF

Diese Raritäten aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ lassen Kinder- und Erwachsenenherzen gleichermaßen höher schlagen: Ruth und Klaus Bülow aus Frechen haben zwei handkolorierte Zeichnungen mitgebracht, aus denen früher Zeichentrickfilme entstanden sind. „Wenn das Originale sind, ist es ja etwas ganz Besonderes“, staunt Moderator Horst Lichter.

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„Ich hatte sie mal aufgehängt, aber irgendwie hat es mir doch nicht gefallen“, erzählt die Kandidatin. „Also ab zu Horst“, meint ihr Klaus Bülow. Sie hätten die Bilder einst von ihrem Onkel bekommen, der Walt Disney liebte. Eigene Verwendung haben sie aber nicht. Warum nun also die guten Stücke in den Keller stellen? Bei „Bares für Rares“ findet sich bestimmt ein Liebhaber, der einen guten Preis bezahlt.

„Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek bewertet die Bilder auf 1200 Euro. ZDF

Davor kommt aber die Expertise. Sind die Zeichnungen wirklich echt? Das findet „Bares für Rares“-Fachmann Sven Deutschmanek heraus. „Das sind sogenannte Cels“, erklärt er. „Das wird abgeleitet von Zelluloid. Darauf wird gemalt und dann werden die Szenen nachkoloriert.“

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„Bares für Rares“-Experte ist entzückt von Disney-Originalen

Die Bilder, die die Kandidaten mitgebracht haben, sind tatsächlich von Walt Disney. Es ist zwar keine Mickey Maus darauf, dafür aber „Basil, der große Mäusedetektiv“ aus dem Jahre 1986 und eine Szene aus „Robin Hood“ aus dem Jahr 1973. Um aus diesen Zeichnungen Bewegbilder entstehen zu lassen, brauchte man pro Sekunde 14 bis 16 Bilder. „Jetzt könnt ihr euch vorstellen, wie viele solcher Bilder für einen Film gemacht worden sind“, meint der Experte. Dazu kommt: Diese Bilder wurden vielfach nach gemacht.

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Wollen ihre Schätze bei „Bares für Rares“ verkaufen: Ruth und Klaus Bülow. ZDF

Die mitgerbachten Zeichnungen seien aber tatsächlich Originale. Dafür gibt es Zertifikate und einen Prägestempel jeweils auf dem Bild. So etwas sei beliebt, vor allem bei Sammlern. „Diese beiden Stücke sind zudem hervorragend gerahmt. Sie sind superschön anzuschauen und absolut außergewöhnlich“, sagt Sven Deutschmanek.

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Entsprechend hoch setzen Ruth und Klaus Bülow ihren Wunschpreis an. Pro Stück 500 Euro wollen sie haben. Ist das realistisch? „Ja“, meint der „Bares für Rares“-Experte und findet das Robin-Hood-Bild sogar noch etwas wertvoller. „Hier liege ich bei 700 Euro.“

Besonders das Bild aus den Robin-Hood-Film begeistert die Händler bei „Bares für Rares“. ZDF

Und was sagen die „Bares für Rares“-Händler? Die erkennen sofort, aus wessen Studio-Federn die Zeichnungen stammen. Was ist ihnen dieses Stück Filmgeschichte wert? Diese Unikate, von denen es kein zweites identisches Stück gibt?

„Bares für Rares“-Händler überbieten den Schätzpreis für Disney-Originale

Walter „Waldi“ Lehnertz steigt mit 300 Euro pro Bild ein. Daniel Meyer ist der „Robin Hood“ mehr wert, er erhöht das Gesamtgebot auf 800 Euro. Be 1500 Euro fängt auch David Suppes an mitzubieten und auch Wolfgang Pauritsch steigt noch ein. Da ist der Expertisenpreis schon längst übertroffen.

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Walter „Waldi“ Lehnertz zögert. „1500 Euro waren eigentlich meine Schmerzgrenze“, sagt er. Doch wie meint Kollegin Susanne Steiger so schön? „Schmerzen haben keine Grenzen.“ Diese Gelegenheit nutzt David Suppes, erhöht auf 1800 Euro. Wolfgang Pauritsch will sich nicht abschütteln lassen, legt noch einen Hunderter oben drauf. Doch David Suppes will die Zeichnung unbedingt, bietet auch noch 2000 Euro. Da geht keiner mehr mit.

„Bares für Rares“-Händler David Suppes kauft die Bilder für 2000 Euro. ZDF

Macht nichts. Die Verkäufer sind trotzdem absolut glücklich. Ihr Wunschpreis wurde verdoppelt, die Expertise übertroffen und die Bilder haben einen stolzen neuen Besitzer, der frohen Mutes verkündet, was er mit der Errungenschaft vorhat: „Der Vater eines Freundes ist riesiger Disney-Fan.“

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Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags, um 15.05 Uhr, im ZDF.