Eines der Bilder von Belbin auf Instagram. Foto: Instagram/Knee deep in life

Dass es den Beruf des Influencers gibt, daran müssen sich viele Menschen noch gewöhnen. Mit Argwohn schauen viele auf die Werbung die da jeden Tag auf den Instagram- und YouTube-Kanälen produziert wird und echauffieren sich darüber, dass das doch kein Job sein könne. Wer sich diesem neuen Geschäftsfeld mit weniger Wut und ein bisschen mehr Humor nähert, kann sich aber auch amüsieren. Da gibt es Waschmittel-Werbung vor Kirchen, Wurst-Werbung auf dem Tennisplatz – und reichlich lächerliche Posen. Das machen sich immer wieder Menschen wie die britische Bloggerin Laura Belbin zu nutze. 

Auf ihrem Instagram-Kanal „Knee Deep In Life“ (zu Deutsch: „Knie tief im Leben“) parodiert die Mutter zweier Kinder in kurzen Videos oder auf Fotos die Welt vornehmlich weiblicher Influencerinnen. Und das kommt an. Mit ihren 470.000 Followern auf Instagram dürfte sie selbst als Influencerin durchgehen. Beliebt ist sie bei ihren Fans aber vor allem dadurch, dass sie sich grundlegend anders benimmt, als die Menschen, über die sie sich lustig macht. Doch sie spricht auch ernste Themen wie die Black Lives Matter-Bewegung an oder erzählt von ihren Erfahrungen mit Homeschooling in der Coronakrise.

Die Fans lieben ihre natürliche und ehrliche Art, die ihr im Leben aber nicht immer geholfen hat, wie sie in einem Ratgeber-Buch, das sie kürzlich herausgebracht hat, schreibt. Sie selbst beschrieb sich darin als „Ehefrau, Mutter, Tochter, Schwester, Freundin, Tante – und Frau, mit der man Augenkontakt auf dem Spielplatz vermeidet“ – und eine, die sich auf eine viel charmantere Art über Influencer lustig macht, als es Oliver Pocher je könnte.