Ihre riesigen Brüste machten sie bekannt - jetzt zieht Paris Herms auf „Die Alm“ und hofft auf den Durchbruch im Reality-TV. Fotos: ProSieben/Benjamin Kis

Sie ist DAS Berliner Busen-Wunder schlechthin – und will nun zeigen, dass mehr in ihr steckt als Plastik: Paris Herms. Vor fünf Jahren wurde die Berlinerin als „Real Barbie of Berlin“ bekannt, weil sie sich mithilfe von Schönheits-OPs Stück für Stück zur Puppe umbauen lassen wollte. Heute sind ihre Brüste vier Kilo schwer, sie ist ein Star auf Instagram. Und mischt nun auf der „Alm“ von Pro.7 mit. Im KURIER verrät sie, wie es ihr in den Bergen gefiel. Und warum sie eine Schönheits-OP beinahe das Leben kostete.

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KURIER traf Paris Herms schon vor vier Jahren, damals stand die Berlinerin noch am Anfang ihrer Karriere. Und war dennoch mittendrin in ihrem Traum, zur Barbie zu werden. Der entstand schon in der Schulzeit. „Ich hatte krauses Haar, war viel zu dünn und musste eine Brille tragen“, verriet sie dem KURIER damals.

In ihrer Kindheit wurde Paris Herms für ihr Aussehen gehänselt

Wegen ihres Aussehens wurde gehänselt. „Ich träumte davon, makellos zu sein.“ Wie ihr großes Vorbild – die Barbie-Puppe. Im Alter von 17 Jahren begann sie mit den Operationen, ließ sich die Lippen aufspritzen, später folgten die ersten Brust-OPs. Immer wieder legte Paris sich unters Messer. Heute stecken in ihren Brüsten zwei Kilogramm schwere Silikonkissen – pro Seite!

Mit dem Aussehen kam auch der Ruhm – knapp 340.000 Menschen folgen Paris Herms auf Instagram, zahlreiche TV-Auftritte liegen hinter ihr. Und nun auch der erste Job im Reality-TV! Am Donnerstag zieht sie als Nachrückerin auf „Die Alm“ von ProSieben. „Ich wollte nicht nur neue Erfahrungen sammeln, sondern etwas beweisen“, sagt sie dem KURIER. „Es gibt so viele, die besonders aussehen, eine andere Hautfarbe oder Sexualität haben. Aber auch Menschen, die anders sind, haben eine Stimme – und jeder kann alles schaffen, wenn er nur an sich selbst glaubt.“

Paris Herms zieht gemeinsam mit Udo-Lindenberg-Leibwächter Eddy Kante auf „Die Alm“ - doch Freunde sind die beiden nicht geworden. Foto: ProSieben

Aber natürlich habe sie auch Befürchtungen gehabt. „Ich dachte mir: Wer zieht da wohl ein? Verstehe ich mich mit jedem? Wie müssen wir da leben? Ich hatte vor allem Angst, dass ich die ganze Zeit über kein laufendes warmes Wasser habe, weil ich sehr auf Hygiene achte.“ Doch das habe sie wegstecken können – und sich zudem mit den meisten Alm-Kollegen gut verstanden.

Aber: Nicht mit allen! Schon in der ersten Folge nach ihrem Einzug (Donnerstag, 20.15 Uhr, Pro.7) gibt es direkt Zoff mit Eddy Kante, dem Leibwächter von Udo Lindenberg, ebenfalls Kandidat auf der Alm. Und auch jetzt – die Show ist bereits abgedreht – hat der Hamburger einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Er müsste ein Mensch sein, zu dem man aufschaut, vor dem man Respekt hat“, sagt Paris. „Aber er hat am meisten rumgebrüllt, hat sich in der Gruppe null eingebracht, sich teils respektlos gegenüber den Frauen verhalten – und wenn man ihn etwas fragen wollte, wurde er sofort laut.“

Auf dieser Berghütte in Südtirol wurde die TV-Show Die Alm gedreht. Foto: ProSieben/Benjamin Kis

Doch zum Glück fällt die Bilanz dennoch positiv aus. „Ich habe gelernt, dass man sich selbst nicht unterschätzen sollte. Man kann alles schaffen, auch wenn man im ersten Moment denkt, dass es zu krass wird.“ Vielleicht bringt ihr diese Einstellung bald den großen Durchbruch im Reality-TV?

„Ich bin sehr offen für alles – wobei es ein gewisses Niveau haben sollte. Und Sendungen, bei denen sich die Teilnehmer nur zoffen, mag ich nicht.“ Sie wolle sich als ernstzunehmende Persönlichkeit im Showgeschäft aufstellen, sagt sie. „Ich will nicht die Paris sein, die für Plastik und Schönheits-Eingriffe steht. Sondern die, die anpackt.“

Auf der Alm hatte Paris Herms keine Probleme mit ihren Brüsten

Auf der Alm von Pro.7 hätten die anderen Kandidaten nach anfänglicher Faszination ihr Aussehen übrigens positiv aufgefasst. Und auch sonst habe sie keine Probleme gehabt. „Es gab nur ein Spiel, bei dem ich mich ständig bücken musste – da ging das Gewicht der Brüste schnell auf den Rücken.“ Mit dem Schlafen im Alm-Bettchen klappte es gut. „Ich schlafe sowieso auf dem Rücken und fest wie eine Mumie“, sagt Paris und lacht.

Weitere Operationen stehen aber übrigens erst einmal nicht an. „Ich will etwas kürzer treten“, sagt sie. Auch weil sie der letzte Eingriff beinahe das Leben kostete. Ein „Brazilian Butt Lift“ sollte es sein, eine besondere Po-Vergrößerung. Doch nach der OP entstand unbemerkt eine Thrombose, die sich löste und in die Lunge wanderte. „Plötzlich bekam ich keine Luft mehr, musste den Krankenwagen rufen.“ Dazu stand Paris kurz vor dem Herzinfarkt, sagt sie. „Ich bin froh, dass ich das überlebt habe.“