Dragqueen Yoncé Banks gehört zu den Kandidaten der neuen Ausgabe von Die Alm. Fotos: PriSieben/Benjamin Kis

Noch zwei Tage, dann geht es bei Pro.7 wieder auf „Die Alm“ – und schon die ersten Folgen der Sommer-Show zeigen: Der Aufenthalt beim Almöhi fühlt sich für die teilnehmenden Promis nicht wirklich wie Urlaub an. Besonders hart traf es Dragqueen Yoncé Banks: Der TV-Star holte sich in der Berg-Kälte eine Erklärung, verlor die Stimme. Doch inzwischen durften die Zuschauer die Genesung bestaunen – und können sich auf die nächste Hüttengaudi freuen. Im Interview mit dem KURIER verriet Yoncé Banks, wie hart das Leben in den Bergen war und was am meisten fehlte.

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Schon in den ersten Folgen mussten die Zuschauer Mitleid mit Yoncé Banks haben – denn als erkältungsbedingt die Stimme versagte, kratzte vielen schon vom Zuschauen vor dem TV-Gerät der Hals. Kein Wunder: Gegenüber KURIER bemängelten schon mehrere Teilnehmer die unglaubliche Kälte auf der Alm. Und auch die Dragqueen bestätigt das Grusel-Wetter. „Das Härteste war für mich auf jeden Fall die Kälte“, sagt sie. „Unüblich für die Zeit, in der wir gedreht haben, hat es dort oben geschneit, gehagelt und sogar oft geregnet.“ Da ließ die Erkältung nicht lange auf sich warten.

Auf dieser Berghütte in Südtirol wurde die TV-Show „Die Alm“ gedreht. Foto: ProSieben/Benjamin Kis

Doch inzwischen ist die Stimme wieder da – dafür ist die Dragqueen verschwunden! Yoncé Banks, die die erste Staffel von „Queen of Drags“ (u.a. mit Heidi Klum, Bill Kaulitz) gewann, ist gar nicht mehr Yoncé Banks. Denn schon nach kurzer Zeit auf der Berghütte fiel die Perücke.

Auf der Alm erleben die Zuschauer den Mann in Drag-Star Yoncé Banks

„Ich erhoffe mir durch die Show ein neues Publikum ansprechen zu können und ich möchte, dass die Zuschauer und Zuschauerinnen mich als Mann kennenlernen, ohne die Hauptthematik Drag, wie bei ‚Queen of Drags‘“, sagt Savvas, wie der TV-Star mit bürgerlichem Namen heißt. „Denn ich kann auch bodenständig sein und bin eigentlich total albern und lustig. Man darf das nicht verwechseln - Drag ist einfach eine Kunstform und man darf die Attitüde, die man oft in der Rolle an den Tag legt, nicht allzu ernst nehmen.“

Gefreut habe er sich „auf tolle Menschen, eine gute Zeit und einfach die Erfahrung, in einer Ausnahmesituation klar zu kommen und über sich selbst zu wachsen“, sagt er. Doch es gab auch Bedenken: „Abgesehen von der Hygiene und der Wasch-, und Toiletten-Situation hatte ich große Sorge vor den anderen Kandidaten, und dass es so asozial werden könnte wie manch andere Reality-Formate. Es gibt halt leider einige Personen des öffentlichen Lebens, die scheinbar gerne Streit provozieren oder inszenieren um Sendezeit zu bekommen. Von sowas halte ich gar nichts!“

Die Zuschauer lernen Dragqueen Yoncé Banks auf der Alm nicht als Kunstfigur, sondern als Mann kennen. Foto: ProSieben

Doch das Zusammenleben mit den anderen Promis (u.a. Erotik-Star Vivian Schmitt, Schauspielerin Mirja du Mont, Hollywood Matze) habe gut funktioniert. „Bei uns war alles sehr zweideutig und wir haben unglaublich viel gescherzt und gelacht. Ich liebe dieses Jugendherbergs- und Klassenfahrt-Feeling.“

Dafür sei das Leben wie vor 100 Jahren oft nicht angenehm gewesen. Neben der Kälte sei es schwierig gewesen, nicht richtig duschen zu können, „da wir nur eiskaltes Wasser hatten. Ich komme auch mit wenig Essen aus. Jedoch war es sehr hart, immer dasselbe essen zu müssen und weder Salz, Pfeffer noch Zucker zu haben.“

Die erste Amtshandlung nach dem Dreh auf der Alm war deshalb: Essen! „Ich habe erstmal gut und viel gegessen. Essen kann so glücklich machen, und ich schätze es auch ganz anders seit der Alm“, sagt er. Das sei auch eine Lektion für die Zukunft. „Bodenständiger sein, mit weniger klar kommen und das mehr schätzen, was man hat. Man lernt dort oben einfach mit wenig auszukommen und das geht!“

Der TV-Star will auf der Alm auch Menschen wachrütteln

Und für die Zeit auf der Alm? Auch da stellt sich Yoncé Banks einer Herausforderung. „Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, viele wichtige Thematiken anzusprechen.“ Reality-TV werde von sehr vielen Menschen geschaut. „Und wenn ich es erreichen kann, dadurch noch mehr Leute wachzurütteln und ihnen mitzuteilen, dass jeder Mensch wundervoll ist, so wie er ist, habe ich für mich schon gewonnen! Drag gehört ins TV, da man auch schwierige, jedoch wichtige Themen auf eine provokantere Art einfacher ansprechen und Menschen dadurch näher bringen kann.“