Vor sechs Monaten hat sie den Wettbewerb „Miss Germany“ gewonnen: Leonie von Hase (35) aus Kiel ist die bislang älteste Siegerin und die erste Mutter mit dem Titel. Doch schon wenige Wochen nach der Verleihung der Krone am 15. Februar im Europa-Park Rust veränderte die Corona-Pandemie das Leben in Deutschland - und damit auch die Aufgaben einer „Miss Germany“.

„Von heute auf morgen war die Handbremse gezogen“, sagte von Haase zur Halbzeit ihrer Amtszeit. „Das fand ich schon sehr schade.“ Doch sie habe nach anderen Wegen gesucht, um für Frauen etwas zu verändern, und ein „neues, unkonventionelles Leitbild“ zu sein. Den Fokus ihrer Arbeit legte sie auf Instagram. „Ich habe sehr viel mehr digitale Auftritte“, berichtet von Hase. 200 Termine im Jahr hatte eine „Miss Germany“ früher im Schnitt. Bei ihr waren es eigenen Angaben zufolge coronabedingt bislang höchstens zehn.

Das neue Konzept für den Wettbewerb „Miss Germany“ hat sich nach Ansicht der Veranstalter bewährt und soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. „Miss Germany ist kein Schönheitswettbewerb mehr, sondern zelebriert Diversität durch Persönlichkeit“, sagte Organisator Max Klemmer.

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In diesem Jahr setzte der Veranstalter erstmals sein neues Konzept um. Aus dem klassischen Schönheitswettbewerb der vergangenen Jahre sollte eine moderne Persönlichkeitsschau werden. Vorstellungsrunden in Bikini oder anderer Bademode sind vorbei. Die Jury bestand zudem erstmals komplett aus Frauen.