Schäppchenhaus-Protagonist Fattih (r.) reißt erstmal mit Freunden den alten Teppich raus Foto: RTL2

Wenn man dazu neigt, immer mal wieder durchs TV-Programm zu zappen, ist man mit Sicherheit auch schon einmal bei „Die Schnäppchenhäuser - Der Traum vom Eigenheim“ hängen geblieben. Es ist neben „Zuhause im Glück“ und „Die Bauretter“ nur eines von vielen Heimwerker-Formaten, die auf RTL2 laufen. Und doch hält es sich seit 2010 konstant im Programm. Warum ist das so?

Mehr als 300 Folgen der Doku-Soap gibt es bereits. In „Die Schnäppchenhäuser – Der Traum vom Eigenheim“ geht es um Familien, die ihr Erspartes und jede Menge Herzblut in ein Projekt stecken, dass oft schon vorab zum Scheitern verurteilt scheint. Sie kaufen sich ein oft sehr heruntergekommenes Haus und versuchen, dann mit bescheidenen finanziellen Mitteln und oft ohne ausreichende Kenntnisse daraus ihr Traumhaus zu machen.

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Dabei werden sie von der Kamera begleitet. Moderiert und kommentiert wurde das Ganze in der Anfangszeit von dem Architekten John Kosmalla, später von der Designerin Emell Göck Che

Wieso hält sich „Die Schnäppchenhäuser - Der Traum vom Eigenheim“ so gut im Fernsehen?

Und wieso hält sich das „Die Schnäppchenhäuser – Der Traum vom Eigenheim“ nun so gut im deutschen Fernsehen, dass RTL2 ganze Samstagnachmittage für die Sendung frei räumt? Laut der Website Quotenmeter ist das nicht ganz klar. Zwar sei es durchaus auf eine gewisse Art amüsant, „überforderten Amateuren bei der Grobsanierung einer unbewohnbaren Ruine zuzusehen“. Doch die Sendung erreiche nie ein Niveau, das über ein „voyeuristisches Begaffen und eine Aneinanderreihung von Banalitäten um Maurerkellen, Fugendichtungen und die in dem einen oder anderen Fall dringend anzuratende Abrissbirne“ hinauskomme. 

Auch komplette Ruinen wie hier werden bei „Die Schnäppchenhäuser - Der Traum vom Eigenheim“ präsentiert. Foto: RTL2

Vielleicht ist ja gerade das der Grund. Schließlich haben auch Sendungen wie „Schwiegertochter gesucht“ oder auch DSDS immer etwas voyeuristisches und sie halten sich dennoch – oder vielleicht sogar deshalb – im deutschen Fernsehen. Und: Kaum etwas ist in der Produktion günstiger, als völlig unbekannte Menschen beim Hausbau zu begleiten.

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Vielleicht, aber nur ganz vielleicht geht es aber doch gar nicht nur um Voyeurismus und Schadenfreude. Vielleicht gibt es ja tatsächlich einige Zuschauer, die bei „Die Schnäppchenhäuser - Der Traum vom Eigenheim“ einschalten, um Geschichten von Menschen zu sehen, die „fest an ihren ganz persönlichen Traum vom Haus“ glauben, wie RTL2 es auf der Homepage anpreist.