Michael Heide stellt bei „Die Höhle der Löwen“ seine „SmartQ“-Tapezierbürste vor. TVNow/Bernd-Michael Maurer

Es sind nicht immer die ganz ausgefallenen Produkte die bei der Vox-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ die Investoren vom Hocker hauen. Diesmal war es eine Tapezierbürste, aber nicht irgendeine wie Gründer Michael Heide (51) betonte. Der selbstständige Maler bezeichnete seine „SmartQ“ nämlich als „cleverste Tapezierbürste der Welt“ – und hatte damit Erfolg.

„Die Höhle der Löwen“: Michael Heide kennt die Praxis

Die Idee für die „SmartQ“ kam Heide während seiner eigenen Arbeit. Nach einem langen Tag an einer gängigen Tapezierbürste aus Holz schmerzten ihm und den Kollegen oft die Handgelenke und Fingerknöchel von der Arbeit mit den unergonomischen Hilfsmitteln. Schon vor fast 20 Jahren entwickelte Heide einen ersten Prototypen, 2015 erhielt er für seine Erfindung ein europäisches Patent im Jahr 2017 wurde die erste „SmartQ“-Tapezierbürste ausgeliefert und nun ging Heide also in die „Höhle der Löwen“.

Dort konnte aber nicht nur die „SmartQ“ mit ihrem ergonomischen Griff, ihrer Borstenstruktur, ihrer Handlichkeit, ihres leichten Gewichts und ihrer langen Spitze begeistern, sondern auch der Gründer und seine Lebensgeschichte selbst. Denn Michael Heide verriet, dass er für seinen Traum von der Tapezierbürsten-Revolution auf den Traum vom Eigenheim mit seiner Frau verzichtete. 

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Investor Nils Glagau versuchte dieses Hintergrundwissen gleich für sich zu nutzen und bot Heide unter anderem ein riesengroßes Grundstück mit Haus. Doch Glagau war nicht der einzige, der gleichermaßen von Produkt und Gründer überzeugt war: Auch Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel stiegen ein. Am Ende boten alle drei Löwen die gewünschten 40.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. 

„Die Höhle der Löwen“-Investor Ralf Dümmel TVNow/Stefan Gregorowius

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Heide, der sich selbst als langjährigen Fan von „Die Höhle der Löwen“ geoutet hatte, entschied sich am Ende (wieder mal) gegen das Haus und nahm das Angebot von Ralf Dümmel an. Dem hatte vor allem zugesagt, dass die „SmartQ“ auch als Haushaltsbürste geeignet ist. Und wenn Investor und Gründer zusammen Erfolg haben, klappt es vielleicht auch bald mit dem Eigenheim.