Schauspielerin Diane Kruger bei einem Auftritt bei den Filmfestspielen in Cannes Alberto Pizzoli/AFP

„Ich dachte nur … ‚Fuck you‘.“ Für ihre Rolle als Bridget von Hammersmark in „Inglourious Basterds“ wurde sie mit einem SAG Award ausgezeichnet. Doch jetzt verriet Diane Kruger, dass Regisseur Quentin Tarantino ihr gegenüber Vorurteile hegte und sie ursprünglich nicht gewollt hatte.

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Im „Reign With Josh Smith“-Podcast enthüllte der 45-Jährige deutsche Hollywood-Export: „Er wollte mich noch nicht einmal zu einer Audition einladen, weil er mich in einem Film gesehen hatte, den er nicht mochte. Er hat von Anfang an nicht daran geglaubt, dass ich den Part spielen kann.“ Dass Kruger am Ende die Rolle dennoch bekam, verdankt sie ihrer Hartnäckigkeit – und dass Tarantino noch niemanden für die Hammersmark-Rolle gefunden hatte: „Alle anderen Kandidatinnen waren schon durch und Tarantino war bereits für den Dreh in Deutschland eingetroffen.“

Diane Kruger in „Inglourious Basterds“ Imago Images

Quentin Tarantino wollte Diane Kruger nicht

Trotzdem musste sie fürs Vorsprechen ihren eigenen Flug von New York nach Deutschland zahlen. Die 45-Jährige: „Er hat sich geweigert, die Kosten zu übernehmen. Ich musste über alle diese Hürden springen, die mich echt wütend gemacht haben. Aber ich dachte nur ‚Weißt du was, Fuck you!‘“ Am Ende gab Tarantino klein bei und Kruger überzeugte mit der Rolle.

2013 hatte Tarantino in der Talkshow von Graham Norton verraten, dass er Kruger eigenhändig vor der Kamera gewürgt hatte. Seine Begründung: „Immer wenn ich eine Nahaufnahme sehe, wie im Film jemand erdrosselt wird, dann finde ich es nie glaubhaft. Denn wenn man wirklich jemandem die Luftzufuhr abdreht, dann bekommt dessen Gesicht eine bestimmte Farbe und die Adern treten hervor.“ Weshalb er Kruger am Set informierte: „Ich werde dich mit meinen Händen würgen, ist das okay? Ich werde dir die Luftzufuhr abdrehen, nur für ein bisschen, um deine Reaktion in deinem Gesicht festzuhalten.“

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Quentin Tarantino und Diane Kruger zusammen bei der Oscar-Verleihung Imago Images

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Im Film wird Kruger von Christoph Waltz’ Nazi-Filmfigur gewürgt. Doch Tarantino glaubte laut der Schauspielerin nicht, „dass Christoph in der Lage sein würde, es richtig gut zu machen“. Wie sie die Szene im Nachhinein sah, verriet sie im Interview mit Parade 2009: „Ich muss schon sagen, dass es sehr merkwürdig ist, wenn du von deinem Regisseur gewürgt wirst.“ Um danach – eventuell sarkastisch – nachzuschieben: „Es war eine pure Freude, mit Quentin zusammenzuarbeiten.“