Schauspielerin Diane Kruger Imago/UPI Photo

„Es sind harte Worte, die den Weg zu dieser glamourösen Rolle in ein dunkles Licht stellen. Als die schöne Helena neben Brad Pitt in „Troja“ schaffte sie in Hollywood ihren Durchbruch. Doch jetzt verriet Diane Kruger im Interview mit Variety, dass sie beim Vorsprechen für die Rolle regelrecht erniedrigt wurde. Sie sagt: „Ich habe mich wie ein Stück Fleisch gefühlt!“

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Diane Krugers Ekel-Vorsprechen für die Helena-Rolle

Das deutsche Model bekam Bescheid, dass sie zu einem Extra-Vorsprechen für die Rolle zu einem Studioboss von Warner Bros. in sein Büro kommen sollte. Dort verlangte der Mann, dass sich Kruger ihr knappes „Helena“-Kostüm anzog und es ihm vorführte. Die 45-Jährige: „Ich habe mich wie ein Stück Fleisch gefühlt. Ich wurde von oben bis unten gemustert und gefragt ‚Warum denkst du, dass du diese Rolle bekommen solltest?‘“

Selbst im Hollywood vor #MeToo Anfang der 2000er-Jahre war eine solche Aktion völlig unüblich. Laut Kruger, die den Namen des „Gaffers“ nicht nennen wollte, sollte es nicht das letzte Mal sein, dass „ich einem Weinstein dieser Welt über den Weg gelaufen bin“. Auch nachdem sie sich einen Namen gemacht hatte, wurde sie immer wieder von Männern in Machtpositionen „in Situationen gebracht, die sehr unanständig und unangenehm waren“.

Diane Kruger als Helena im Film „Troja“ an der Seite von Orlando Bloom, der den Paris spielte. Imago/ZUMA Wire

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Die Schauspielerin: „Als ich angefangen habe, dachte ich, dass es einfach so ist. Dass Hollywood halt so ist. Ich komme aus der Model-Branche und in dieser gibt es auch solche Momente!“ Ihre eigenen Erlebnisse verarbeitet Kruger in ihrer neuen Serie „Swimming With Sharks“, in der sie eine hochrangige Angestellte eines Filmstudios spielt.

Diane Kruger verarbeitet Erlebtes in Serie

In der wird sie „in der schwierigsten Szene bislang“ von ihrem alternden Boss (Donald Sutherland) gezwungen, Oralsex mit einer Krankenschwester vor seinen Augen durchzuführen: „Die Szene hat mich noch einmal daran erinnert, wie ekelhaftes, schlimmes Verhalten in unserer Gesellschaft, nicht nur in Hollywood, einst einfach so hingenommen wurde.“

Anfang Januar hatte Kruger in einem Podcast verraten, dass sie nicht nur mit anzüglichen Männern, sondern auch immer wieder mit Vorurteilen gegen sich zu kämpfen hatte. So musste sie Quentin Tarantino für ihre Rolle als Bridget von Hammersmark in „Inglourious Basterds“ regelrecht um die halbe Welt hinterherreisen – weil der sie nicht einmal zum Vorsprechen sehen wollte: „Das nur, weil er einem Film mit mir gesehen hatte, den er nicht mochte. Er hat von Anfang an nicht daran geglaubt, dass ich den Part spielen kann.“

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Diane Kruger als Bridget von Hammersmark im Film „Inglourious Basterds“. Imago/ZUMA Wire

Diane Kruger konnte Tarantino mit Hartnäckigkeit überzeugen

Dass Kruger am Ende die Rolle dennoch bekam, verdankt sie ihrer Hartnäckigkeit – und der Tatsache, dass Tarantino noch niemanden für die Hammersmark-Rolle gefunden hatte: „Alle anderen Kandidatinnen waren schon durch, und Tarantino war bereits für den Dreh in Deutschland eingetroffen.“

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Trotzdem musste sie fürs Vorsprechen ihren Flug von New York nach Deutschland selbst zahlen. Die 45-Jährige: „Er hat sich geweigert, die Kosten zu übernehmen. Ich musste über alle diese Hürden springen, die mich echt wütend gemacht haben. Aber ich dachte nur ‚Weißt du, was, fuck him!‘“ Am Ende gab Tarantino klein bei und Kruger überzeugte mit der Rolle.