Für die „DSDS“-Jury – im Casting noch mit Michael Wendler – beginnt die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten. Fotos: TVNOW/Stefan Gregorowius

Am 5. Januar ist es so weit: Die neue Staffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ geht an den Start. Es ist bereits die 18. Auflage der Sendung, die seit 2002 aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken ist – und die zweite, in der Jury-Chef Dieter Bohlen einer seiner Sidekicks aufgrund von Verschwörungstheorien verloren geht. Während Michael Wendler die Ausstrahlung der 13 Casting-Folgen als Comeback auf seinem ehemaligen Haussender RTL feiert, hat der bereits kommuniziert, dass die Folgen nun mal bereits abgedreht seien. Gut möglich, dass RTL dem ehemaligen Schlagersänger und heutigen Verschwörungstheoretiker die ein oder andere Spitze mitgeben wird, aber es dürfte auch sicher sein, dass die Produzenten ihm nicht gerade viel Platz einräumen wollen –und einen größeren Fokus auf die Kandidaten setzen. Die ersten stellte der Sender nun bereits vor. 

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Was Michael Wendler nicht wahrhaben will, aber nun mal der Realität entspricht: Das Coronavirus beeinflusst alle Lebensbereiche. Und so fanden die Castings in diesem Jahr auf dem Schiff „Blue Rhapsody“ im Mittelrheintal an der frischen Luft statt. In der ersten Folge stellen sich 13 Kandidatinnen und Kandidaten der Jury, die neben Michael Wendler und Dieter Bohlen aus Maite Kelly und Mike Singer besteht. 

Unter den Bewerbern, die Deutschlands Superstar werden wollen, sind auch zwei Berliner. Straßenmusikerin Emily Intsiful versucht sich mit dem Song „Put Your Records On“ von Corinne Bailey Ray. Von „DSDS“ verspricht sich die 29-Jährige mehr Reichweite für ihre Musik. Ihre Play-backs für die Show hat sie selbst produziert. Der andere Kandidat aus Berlin ist Dominic Möws. Der 20-Jährige, der an einer Tankstelle jobbt, will Bohlen und Co. mit „I Wanna Be Like You“ vom Dschungelbuch und „Uptown Funk“ von Bruno Mars überzeugen.

Emily Intsiful lebt als Straßenmusikerin in Berlin.  Foto:  TVNOW/Stefan Gregorowius

Ebenfalls dabei: Andreea Stamate (19), Fachabiturientin aus Leverkusen, die Shirin Davids Song „Gib ihm“ rappen will, die Schweizerin Isabelle Müller (28) mit Ava Max' Lied „Kings & Queens“ und David Wilhelm (24) aus Rennertshofen, der Juror Mike Singer mit seinem eigenen Song „Deja Vu“ von sich überzeugen will. 

Der gelernte Maurer Jan Böckmann aus der Nähe von Cloppenburg hat seine Gitarre zum Casting mitgebracht, um dort „Dein ist mein ganzes Herz“ von Heinz Rudolf Kunze und „Alles brennt“ von Johannes Oerding zu performen. Und Julian Gerst aus Köln setzte sich direkt ans Keyboard und begleitete sich selbst zu „You’re My Heart, You’re My Soul“ von Modern Talking.

Jan Böckmann kam mit Kappe, Lederjacke und Gitarre zum „DSDS“-Casting. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Die weiteren Kandidaten sind Ilaria Di Nieri (24) aus Hagen, Shada Ali (23) aus Waiblingen, der Bohlen mit seiner Variante von SIAs „Chandelier“ zum Lachen brachte, Said Elyas Fakhri (25) aus Hamburg, Zoè-Priscilla Hannemann (18) aus Bodenwerder, Ella Rohde (26) aus Offenburg und Christopher Staudigl aus Österreich, der Hubert Kahs „Sternenhimmel“ auf dem Rhein aufführen wird. 

Wer von den 13 Kandidaten den Recall erreicht, erfahren die Fernsehzuschauer am 5. Januar. Dann wird die erste Folge bei RTL ausgestrahlt.

Was an Shada Alis „Chandelier“-Variante so zum Lachen ist, wird sich noch zeigen. Foto:  TVNOW/Stefan Gregorowius

Sicher ist vorab nur eines: Wer es in die nächste Runde schafft, ist schon mal weiter als Michael Wendler. Für den läuft nämlich langsam der Countdown ab. Nach der ersten Folge bleiben ihm nur noch zwölf Auftritte bis zu seinem endgültigen Ausscheiden aus dem Showbusiness.