Alice Brauner bei der Hörfilmpreis-Gala 2017.
Foto: Christian Schulz

Berlin - Keine Gala, aber jede Menge Preise und Grußworte online. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat am Mittwoch die Preisträger des Deutschen Hörfilmpreises 2020 geehrt.

Eine, die sich besonders freuen darf, ist die Berliner Produzentin Alice Brauner (F.). Sie strich die ADele in der Kategorie Kino für ihr Anti-Hass-Drama „Crescendo #makemusicnotwar“ ein. Bei der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis war das Werk „übersehen“ worden, was Brauner ziemlich enttäuscht hatte.

„Crescendo" über ein Jugendorchester, in dem junge Israelis und Palästinenser gemeinsam musizieren, erhielt bereits das Prädikat „besonders wertvoll“. In den Hauptrollen sind Peter Simonischek und Bibiana Beglau zu sehen.

Gerade in einer Krise wie dieser stellen wir alle fest, wie wichtig für uns Kultur, Künste, die Beschäftigung mit Inhaltlichem ist.

Robert Stadlober

Trophäen gab’s auch für die SWR-Produktion „Der Krieg und ich“ (Kinder- und Jugendfilm) und für „Schindlers Liste“ (Sonderpreis der Jury). In der Kategorie Dokumentation ging die ADele an „For Sama“ von Filmemacherin Waad al-Kateab.

Unter den Laudatoren waren auch Teresa Harder und Robert Stadlober. Stadlober betonte: „Gerade in einer Krise wie dieser stellen wir alle fest, wie wichtig für uns Kultur, Künste, die Beschäftigung mit Inhaltlichem ist. Und gerade das sollte für jede und jeden barrierefrei und möglichst allumfassend zugänglich sein."