Andy Fletcher (r), Keyboarder der britischen Band Depeche Mode, bei einem Liveauftritt von Depeche Mode
Andy Fletcher (r), Keyboarder der britischen Band Depeche Mode, bei einem Liveauftritt von Depeche Mode dpa/Axel Heimken

Für ganze Generationen von Menschen in Berlin, vor allem auch im Osten Deutschlands, gehört Depeche Mode zum Leben: Jedes der vielen Konzerte, das die Band in den letzten Jahren in der Hauptstadt gab, war ausverkauft. Der Tod von Band-Mitbegründer Andy Fletcher ist vielen deshalb nahegegangen. Den Tod des Keyboarders mit 60 Jahren hatte das Management von Depeche Mode mit einem kurzen Statement bestätigt. Die Band zeigte sich schockiert, und ließ zunächst die Frage offen, wie es mit Depeche Mode weitergehen wird.

Andy Fletcher starb an einem Riss der Hauptschlagader - betroffene Patienten erleben häufig „Vernichtungsschmerz“

Nun veröffentlichten Andys Bandkollegen Martin Gore und Dave Gahan ein ausführliches Statement auf dem Instagram-Account der Band. Darin geben sie auch das Autopsieergebnis wieder. Demnach starb Andy Fletcher eines natürlichen Todes. Todesursächlich war eine Aortendissektion, die ihn zuhause ereilte, ein Riss an der Hauptschlagader. Durch einen solchen Riss kann Blut in die Gefäßwand eindringen und diese aufspalten.

Man möchte sich kaum vorstellen, was Andy Fletcher in seinen letzten Momenten durchlitten hat, denn laut Unfallmedizinern erleben betroffene Patienten einen noch nie dagewesenen Vernichtungsschmerz. Allerdings heißt es in dem Statement, der Musiker sei „ohne längeres Leiden“ verschieden.

Depeche-Mode-Mitbegründer erinnern an Andy Flechter in Trauerfeier: Tränen, Erinnerungen, Lachen

Nur wenn der Vorfall sofort behandelt wird, haben Patienten eine Chance, zu überleben. Dem akuten Vorfall kann eine Krankheit oder möglicherweise nicht erkannte Verletzung zugrunde gelegen haben. Einzelheiten dazu sind nicht bekannt.

In ihrem Statement erwähnen Martin Gore und Dave Gahan eine Trauerfeier, bei der sich Freunde und Familie vergangene Woche von Andy Fletcher verabschiedet haben. Es war eine schöne Zeremonie, bei der einige Tränen vergossen wurden.“

Die Trauerfeier sei aber erfüllt gewesen von „großartigen Erinnerungen daran, wer Andy war, von Geschichten über gemeinsame Zeiten und einigem Lachen.“