Winfried Glatzeder erzählt gern und viel aus seinem Leben. Foto: Imago/Future Image

Wenn DDR-Schauspiel-Star Winfried Glatzeder in einer TV-Talkshow zu Gast geht, geht es immer turbulent zu: Der heute 76-Jährige ist dafür bekannt, dass er gern und viel aus seinem Leben erzählt. So war es auch am Freitag – da saß er einmal wieder auf dem MDR-„Riverboat“, berichtete die eine oder andere Anekdote aus seinem Alltag. Unter anderem ging es um seine Haustiere – und um eine Prügel-Geschichte aus seiner Jugend, die bleibende Schäden hinterließ.

Schon in seiner Kindheit und Jugend war Glatzeder ein Theater-Fan

Moderatorin Kim Fisher wollte von dem DDR-Star („Die Legende von Paul und Paula“) wissen, ob es stimme, dass er keine Nasenscheidewand hat. „Ja“, antwortet Glatzeder wie aus der Pistole geschossen. „Und ich will damit beweisen, dass ich schon in frühester Kindheit theaterbegeistert war.“ Schon als kleiner Steppke sei er gern zu „Kind Lear“ ins Deutsche Theater gegangen. „Als ich Oberschüler war und Student, habe ich mir immer eine ganz billige Karte im oberen Rang geholt“, erzählt er. „Dann habe ich runtergeguckt, wo ein Platz freigeblieben ist.“ In der Pause sei er dann runtergerannt und habe sich hingesetzt.

Blöd aber, wenn dann doch noch jemand kommt – einmal passierte genau das, berichtet er. „Da kam einer und sagte: Aufstehen. Ich: Nee, warum? Ich sagte: Zeig deine Karte, dann stehe ich auf.“ Das Problem: Der andere habe kein Ticket vorweisen können, denn er hatte sich auch nur auf den Platz gesetzt, weil er eben frei war. Irgendwann ging der Fremde, sagte: „Wir sehen uns nach der Vorstellung.“ Glatzeder berichtet: „Dann hat er mir ins Gesicht gehauen.“ Mit einer kaputten Nasenscheidewand sei er ins Krankenhaus gekommen. Und nach dem Eingriff habe die Operateurin gesagt, die OP sei ihr misslungen. Am Ende bekam Glatzeder einen Span aus dem eigenen Schienbein eingesetzt, um die Nase zu rekonstruieren, erzählt er.

Auch aus seinem Privatleben erzählte der DEFA-Star einiges. Unter anderem ging es um seine Haustiere, denn: Gerade sei sein Hund gestorben. „Er war inkontinent zum Schluss. Ich habe dann Windeln gekauft, aber die wollte er nicht. Ich wollte die wegwerfen. Da hat meine Frau gesagt: Halt‘ die mal zurück, wenn du soweit bist.“ Der Hund sei in Hundejahren 98 geworden. Soll es einen neuen geben? „Ich bin eigentlich ganz froh“, gesteht Glatzeder. „Wir haben immer die Kacke aufgesammelt, auch auf dem Grundstück. Wenn die Enkelkinder kamen, die haben sich immer so geekelt. Da bin ich immer vorher rausgeschickt worden mit der Schaufel. Da bin ich etwas froh, dass das weg ist.“