ie Coaches Mark Forster (l.), Stefanie Kloß, Yvonne Catterfeld, Nico Santos, Samu Haber und Rea Garvey.  Foto: Richard Hübner/ProSiebenSAT.1/dpa

Am Sonntagabend gehen die Blind Auditions bei "The Voice of Germany" weiter. Dabei kommt es zu einer Panne, die es in zehn Jahren noch nie gegeben hat. 

Da guckten die Coaches Samu Haber (44), Rea Garvey (47), Nico Santos (27), Stefanie Kloß (36), Yvonne Catterfeld (40) und Mark Forster (37) ratlos aus der Wäsche.  Laut der Webseite von "The Voice of Germany" geht bei dem Auftritt von Esther Nkongo (24) technisch alles schief.

"Als ich zum Ende des Liedes meine Augen geöffnet habe, hab′ ich mir gedacht: Okay, Esther, du hast alles gegeben, es hat aber leider nicht gereicht." Eine Blind Audition wie die von Talent Esther Nkongo in Folge acht der Jubiläumsstaffel hat "The Voice of Germany" noch nie erlebt. Was war passiert?

Ein technischer Defekt sorgt für Probleme

Das "The Voice"-Erfolgsrezept ist rein akustisch eine echte Herausforderung. Warum? Da die Coaches den Talenten in den Blind Auditions zunächst den Rücken zudrehen, sorgen extra Lautsprecher in den roten Stühlen dafür, dass der Gesang der Talente glasklar und unverzerrt bei ihnen ankommt. Bei Talent Esther haben diese Lautsprecher erstmals in zehn Staffeln einen Defekt.

Der Auftritt von Esther Nkongo ist nicht zu hören.  Foto: ProSiebenSAT.1 / Richard Hübner

Die Coaches sind ratlos

Die Coaches können deshalb die Stimme der 25-Jährigen nicht richtig beurteilen. "Ich kann nichts hören", bedauert Mark Forster. "Haben die irgendeinen Sound drauf gelegt?", fragt Yvonne Catterfeld und Rea Garvey diskutiert mit Teampartner Samu Haber: "I think she could be really good, but I can’t hear it" ("Ich glaube, sie könnte richtig gut sein, aber ich kann nichts hören").  

Als Esther ihr Lied beendet hat, scheint sich kein Coach für sie umgedreht zu haben. Doch bedeutet dieser technische Defekt wirklich das Aus für sie?

Das steckt hinter dem Defekt

"The Voice of Germany" wird von der Produktionsfirma Talpa produziert. Ein Mitarbeiter erklärt, was passiert ist: "Die Beschaltung der Lautsprecher in den Stühlen hat nicht auf den Umschaltvorgang reagiert – ein technischer Defekt. Die Lautsprecher in den Stühlen haben unterschiedliche Funktionen, je nachdem ob auf der Bühne gesprochen wird oder ein Talent singt. Die Speaker waren während der Performance im Talkmodus, der für Gesprächssituation gedacht ist, so dass das Gesangsmikrofon auf diesen Lautsprechern nicht zu hören war."

In allerletzter Sekunde drückte Rea Garvey den Knopf, ohne dass er etwas gehört hatte: "Ganz ehrlich, ich hab dir das geschenkt, aber ich finde, es kann doch nicht sein, dass du deshalb nicht weiterkommst." Freudentränen bei Esther.

Anschließend sang die Düsseldorferin ihr Lied noch einmal – und alle anderen Coaches ärgerten sich, dass sie nicht auch auf Verdacht gedrückt hatten.