Giulia Siegel sitzt weinend und mit verzerrtem Gesicht beim Lagerfeuer. Foto: TVNow

So haben wir alle Giulia Siegel noch nicht gesehen: Der 46-Jährigen entglitten am Privat-Lagerfeuer bei „Temptation Island VIP“ alle Gesichtszüge, als Moderatorin Angela Finger-Erben ihr zeigte, wie sie ihr Ludwig Heer in der Männervilla verhält. Doch später gestand sie: Die Tränen kamen ihr gar nicht so sehr wegen des Verhalten ihres Partners, sondern, weil sie sich viele Gedanken über Emanzipation gemacht hatte.

Tränen gehören zu „Temptation Island“ dazu. In der Show, die nach zwei Staffeln mit „Normalos“ nun erstmals mit Promi-Kandidaten an den Start geht, stellen nämlich vier Paare ihre Beziehung auf die Probe. Sie werden getrennt und verbringen zwei Wochen in unterschiedlichen Villen.

Der Clou: Die vergebenen Männer sind mit 10 Single-Frauen untergebracht, und die vergebenen Frauen mit Single-Männern. Die Solos haben dabei nur eine Aufgabe: Die vergebenen Kandidatinnen und Kandidaten zu verführen.

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Zu Beginn der Sendung schien das Giulia Siegel allerdings so gar nichts auszumachen. Lässig rauchend nahm sie ganz locker alle Bilder hin, die ihr die stets besorgt dreinblickende Moderatorin vorspielte. Selbst als sie sah, wie ihr Ludwig, der als Fernsehkoch Bekanntheit erlangte, mit sechs nackten Frauen im Bett lag, blieb sie ruhig, und verwies darauf, dass sie sechs Frauen weniger schlimm empfindet, als wenn er nur mit einer im Bett gelegen hätte. „Was soll er denn mit sechs Frauen machen“, sagte sie cool und zog an ihrer Zigarette.

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Doch beim Einzel-Lagerfeuer in der Frauen-Villa zeigte ihr Angela Finger-Erben dann Szenen, in denen ihr Ludwig mit Kandidatin Sarah im Arm einschlief. „Das ist kuscheln“, weinte Siegel und hatte damit sicherlich Recht. Doch es waren nicht nur die Bilder, die sie zu Tränen brachen, sondern auch Gespräche mit ihrer Mitstreiterin Stephie Schmitz.

„Die Tränen haben aber eigentlich gar nichts mit den Bildern zu tun, die ich von Ludwig gesehen habe“, sagte sie sogar später gegenüber „Promiflash“. „Meine Tränen beim Lagerfeuer waren allein dadurch bedingt, dass ich viele Gespräche mit Stephie über Emanzipation hatte, vor allem der modernen Form der Emanzipation, von der ich gar keine Ahnung hatte bis dato.“

Nach dem Aufreibenden Lagerfeuer schlief Giulia Siegel lieber bei Mitstreiterin Stephie Schmitz

Durch die Gespräche mit Stephie habe sie ihr ganzes Leben und ihre Rolle als Frau infrage gestellt. „Ich habe dann aber auch ganz bewusst den Schmerz zugelassen, weil ich einfach mit mir selbst ins Gericht gehen wollte“, sagte sie dem Portal. Manche Erkenntnisse können eben schmerzhaft sein.