Modedesigner Guido Maria Kretschmer mit seinen geliebten Windhunden.  Foto: Privat

Wau! Da sind sie wieder. Jule Gölsdorf und Christine Langner gehen mit ihrem Podcast „Auf die Schnauze! Haustiere und ihre Promis“ in die zweite Runde. Man muss sich ja was einfallen lassen, wenn man als Klatschreporter heute punkten möchte. Die Moderatorinnen hatten die erfrischende Idee, mit Prominenten über deren Leben mit Haustieren zu plaudern. Eine erste Staffel war erfolgreich. Nun startet die zweite – am 24. Mai auf allen bekannten Podcast-Plattformen wie Audio Now, Apple Podcast oder auch Podimo und Spotify.

Dieses Mal darf sich unter anderem der Modemacher Guido Maria Kretschmer (56, „Shopping Queen“) geehrt fühlen. Und der hat nun wirklich Stoff genug zu reden: über seine Hunde-Rasselbande, über den Tierschutz im Allgemeinen, natürlich auch über Mode und über Menschen im Speziellen – querbeet verläuft das unterhaltsame Gespräch.

Guido Maria Kretschmer liebt Ausflüge in die Natur. Immer dabei seine Windhund-Meute. Foto: Privat

Immerhin, unter dem Saum einer sorgsam vernähten Privatexistenz lugt dann doch die ein oder andere Neuigkeit hervor. Oder hätten Sie gewusst, dass Kretschmer seine geliebten Vierbeiner mit Eis versorgt? Nein? Dann hören Sie mal rein:  „Manchmal mache ich selber Eiscreme in der Eismaschine für die Hunde. Aus Erdbeeren, griechischem Joghurt – ich habe eine Hündin, die das so sehr liebt, dass sie dann wie in Trance ist. Ich liebe es zu sehen, wie sie das genießen.“ Aufpassen muss er trotzdem, schließlich dürfen die Tiere nicht auseinander laufen. Das widerspricht ihrer Art. Kretschmer: „Meine Hunde sind russische Windhunde. Barsoi, das kommt aus dem russischen und heißt schnell und flink. Das sind sehr schlanke, hochbeinige Windhunde. Sie gehören zu den schnellsten Landsäugetieren, direkt nach dem Gepard. Das waren die Hunde vom Zaren. Man sagt, der Barsoi ist der König der Hunde.“

Die Hunde sind tolerant, fein, vorsichtig. Sie sind lebendige Deko!

Natürlich macht es nur auf den ersten Blick stutzig, dass der Modemacher – er ist ja immerhin ein Genießer – mit so flinken Wesen vorliebnimmt. Kretschmer formuliert das so: „Ich liebe sie sehr, weil sie gut in mein Leben passen. Sie sind die besten Mitmenschen, die ich je getroffen habe, weil sie so vorsichtig sind. Sie sind tolerant, fein, vorsichtig. Sie sind lebendige Deko. Sie haben Geschmack!“ Und das ist nun wirklich einmalig.

Jule Gölsdorf und Christine Langner: die Moderatorinnen des Podcasts „Auf die Schnauze!“ Foto: Auf die Schnauze!

Macht das andere Hundebesitzer eigentlich neidisch, wie ist das?:  „Andere sagen oft, deine Hunde sind aber sehr verwöhnt, Guido! Da antworte ich: Nein, das stimmt nicht, sie bekommen nur das Umfeld, das ihnen zusteht! Sie sind gleichberechtigte Wohngenossen. Sie leben ja bei uns und sind hier zu Hause. Ich will, dass sie ein gutes Leben haben, vom ersten bis zum letzten Tag.“ Was allerdings vorbildlich ist. Aber haben sie denn gar keine Macken, diese Prachttiere? Nicht eine? Auch hier gibt Kretschmer eine Antwort, die viele Hundeliebhaber prompt neidisch machen dürfte: „Sie sind ruhig und ich finde es toll, dass sie eigentlich nie bellen. Und drei meiner Hündinnen können ganz hübsch lachen. Das machen sie bei Menschen, die sie lieb haben.“ Und weiter: „Eine witzige Macke ist, dass sie, so wie ich auch, sehr visuell sind, deshalb passen die so gut zu mir.“

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Und wirklich, es gibt nur wenige Tageszeiten, in denen Kretschmer gut ohne seine Vierbeiner auskommt: „Ich bin Frühaufsteher und stehe sogar noch früher auf, als die Hunde und der Rest der Familie. Ich mag das sehr, wenn ich morgens wach werde und sehe alle um mich herum noch schlafen. 8.30 Uhr ist für mich spät, da denke ich immer, dass der halbe Tag schon vorbei ist. Ich bin für die klassischen Essenszeiten nicht so zu haben, weil ich immer früher dran bin und dann eigentlich um 11 Uhr schon die Glocken fürs Mittagessen läuten könnten.“

Zwischendurch arbeitet der Designer selbstverständlich  auch immer wieder stundenweise an seinen Entwürfen, und zwar in einer Geschwindigkeit, da können selbst seine wieselflinken Windhunde schwerlich mithalten. Was ist für ihn Mode, in einem Satz? „Die Mode ist die Haut der Seele. Das, was transparent in dir drin liegt, wird nach außen getragen. Wenn du dich nachlässig kleidest, ist das auch ein Statement.“ Also darf und sollte man Menschen für schlechten Stil kritisieren? „Für mich ist immer wichtig, ob der Mensch, der drinsteckt auch das ist, was er trägt“, bleibt Kretschmer diplomatisch. „Ich bin aber großzügig im Gegenüber und liebe, dass es die Diversität im Style gibt.“ Aber mal ehrlich, muss man nicht manchmal auch Klartext reden als Designer? Jemandem den Kopf waschen? Vom Leder ziehen? „Ich bin eine große Frohnatur“, versichert  Kretschmer, „aber ich weiß auch, wann Tiefgang angesagt ist. Ich würde nie jemanden, der auf meinem Finger sitzt, runterschütteln. Auch in der meiner Sendung versuche ich immer nicht vorzuführen, sondern eher zu behüten.“

Pelz muss nicht sein, sagt Kretschmer. Da ist er wirklich dagegen

Bei einer Sache kann Guido Maria Kretschmer allerdings fuchsig werden: „Pelz muss nicht sein. Da bin ich wirklich dagegen. Das habe ich als Designer schon früh entschieden! Es gibt Dinge, die sich für mich nicht gehören. Es muss natürlich jeder für sich selbst wissen, ob er Fleisch essen möchte, aber ich würde im Leben kein Kalb essen, oder ein Zieglein, so ein kleines Kind. Die müssen bei ihrer Mutter sein. Es gibt so viele Dinge, die wir Tieren antun. In was für einer Zeit leben wir!" Gut, dass er geredet hat. Das ganze Gespräch gibt es, wie gesagt, ab 24. Mai im Podcast „Auf die Schnauze! Haustiere und ihre Promis“.