Schauspielerin Dakota Johnson ist die Tochter von Don Johnson und Melanie Griffith und absolvierte ihr Kinodebüt als Neunjährige an der Seite ihrer Mutter. Foto: imago/Lev Radin

Als Hollywood-Star gehört es zum guten Ton, (mindestens) einen Privatassistenten zu haben. Dakota Johnson ist da keine Ausnahme. Nur dass sich für sie in ihrem neuen Film „The High Note“ der Spieß umdreht. Denn die 30-Jährige wird selbst zur rechten Hand eines Stars.

Als Tochter von Don Johnson und Melanie Griffith müssen Sie ja einige Personal Assistants aus der Kinderperspektive miterlebt haben.

Dakota Johnson: Miterlebt ja, richtig mitbekommen nein.  

Heute haben Sie selbst ein solches „Mädchen für alles“.

Ich bin unglaublich dankbar für den schweren Job, den sie so hervorragend macht. Ich habe durch meine Rolle erst begriffen, wie hart es ist, das Leben für eine andere Person zu organisieren. Und nebenher auch noch sein eigenes Leben im Griff zu haben. Dazu gehört echtes Talent!

Hat Ihre Privatassistentin den Film gesehen?

Ja, ich habe ihn ihr gezeigt und sie liebt ihn.

Sie haben neulich verraten, dass Ihnen die Coronavirus-Pandemie seelisch sehr zusetzt. Dass Sie deswegen dunkle Gedanken haben und nachts nicht schlafen können. Ist das immer noch der Fall?

Ich mache noch immer ab und zu schwierige Tage durch. Aber ich habe das unglaubliche Glück, Familie und Freunde zu haben, die mich stützen und mir durch die Täler helfen. Und wenn ich Probleme mit dem Einschlafen habe, nehme ich Melatonin, ein natürliches Schlafmittel.

Was machen Sie noch, um Ihre innere Balance zu wahren?

Ich meditiere und mache schon seit Jahren Yoga. Das hilft mir sehr. Ich wäre sonst verloren. Es ist auf jeden Fall besser, um mich in Down-Phasen mit Alkohol zu betäuben – wie andere es machen.

Dakota Johnson spielt in In „The High Note“ eine ambitionierte Assistentin, hier mit Filmpartner Kelvin Harrison Jr. Foto: Glen Wilson/Focus Features via AP

„50 Shades of Grey“ hat Sie zum Weltstar gemacht. Haben Ihnen Ihre Eltern eigentlich Tipps zum Thema Ruhm gegeben?

Ich glaube, sie haben das selbst bis heute noch nicht so richtig im Griff (lacht). Die Folgen des Ruhms waren für meine Eltern andere als für mich. Bei ihnen gab es lange kein Social Media. Leute begegneten ihnen in der Öffentlichkeit, wenn auch manchmal laut und offensiv. Auch das war nicht immer einfach. Heute schleichen sich Leute hinterhältig online an einen heran, ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Ich versuche mich nicht davon beeinflussen zu lassen.

Im Film träumen Sie von einer Karriere als Musikproduzentin. Wie wichtig ist Ihnen Musik?

Meine Eltern haben ständig Musik zu Hause spielen. Meine beiden älteren Brüder sind Musiker. Mein Vater war mit vielen Musikern befreundet. Musik ist mir so unglaublich wichtig, weil sie mein Leben steuert.

Sie spielen im Film Klavier. Konnten Sie das schon vorher?

Ja, ich hatte als kleines Mädchen Unterricht. Aber ich habe viel verlernt und musste für meine Rolle noch einmal intensiv Piano-Stunden nehmen.

Sie folgen im Film Ihrer inneren Stimme, alles auf eine Karte zu setzen und Ihr eigenes Ding zu machen. Haben Sie auch im wahren Leben einen sechsten Sinn, von dem Sie sich leiten lassen?

Ich habe eine sehr interessante Beziehung zu meinen Intuitionen. Ich träume viel. Und manchmal scheinen die Träume so real zu sein, dass ich versuche, sie zu interpretieren und als Anleitung zu nehmen, den richtigen Weg zu wählen. Ich glaube , dass unser Bauchgefühl mit dem Universum verbunden ist.

Also heben Sie immer den richten Weg für sich gefunden?

Größtenteils schon. Man kommt immer mal wieder vom Pfad ab und das kann richtig weh tun. Wichtig ist, dass du dann wieder auf den Pfad zurückfindest.