Dagmar Frederic: Zuhause ist der Schlagerstar aus dem Osten in Köpenick.  Foto: Volkmar Otto

Dagmar Frederic nimmt es locker. Diesen Mittwoch wird der Schlagerstar 75 Jahre alt. Doch wegen Corona fällt die Party ins Wasser. „Macht nichts“, sagt sie. „Dafür habe ich vorab ein wunderbares Geschenk bekommen.“ Von ihrer Tochter Maxie (35), mit der Frederic erstmals nach 15 Jahren neue Songs aufnahm.

Corona wirbelt vieles durcheinander. Auch die Geburtstagsfeier, zu der Frederic Familie und Freunde ins Restaurant Neu-Helgoland einlud. „80 Gästen musste ich absagen. Wenn Corona vorbei ist, hole ich die Party nach. Jetzt werde ich mit meinen Mann Klaus alleine daheim feiern.“

Für das neue Album stand Frederic mit Tochter Maxie gemeinsam im Tonstudio

Natürlich wird sie auch mit ihrer Tochter Maxie telefonieren. „Sie hat mir eines der schönsten Geschenke gemacht“, sagt Frederic. „Nach fast 15 Jahren standen wir das erste Mal wieder gemeinsam im Tonstudio.“ „Beste Freundinnen“, „Geh“ und „Wenn man Freunde hat“ sind auf Frederics neuer CD „Nein, ich bereue nichts!“ zu hören, die zum Geburtstag der Sängerin erscheint.

Unter den 23 Liedern sind auch alte Hits wie „Lass die Rosen nicht verblühn“. Mit 16 Jahren trat Frederic in ihrer Geburtsstadt Eberswalde erstmals auf. DDR-Talentesucher Heinz Quermann entdeckte die Sängerin. 1967 hatte sie mit Musical-Songs ihren ersten Auftritt im Friedrichstadt-Palast. Im DDR-Fernsehen moderierte sie 14 Jahren lang vor einem Millionenpublikum ihre Shows, führte auch durch den „Ein Kessel Buntes“.

Dagmar Frederic steht seit 60 Jahren auf der Bühne. Mit Peter Wieland war sie sechs Jahre verheiratet?
Foto: imago images

An Aufhören ist gar nicht zu denken. Warum auch? Frederic begeistert nach wie vor ihr Publikum, etwa in Musicals wie „Mein Freund Bunbury“ in Brandenburg/Havel oder bei Konzerten. „Ich habe etwa 80 Auftritte im Jahr“, sagt sie.

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Frederic engagiert sich für soziale Projekte

Dazu kommt, dass sich Frederic mit viel Leidenschaft für sozial benachteiligte Menschen engagiert. So ist sie Schirmherrin des Lichtenberger Sozialprojektes „Undine“. Doch wegen Corona musste dort gerade ein ausverkauftes Benefizkonzert abgesagt werden.

Dass der Virus die Sängerin, die stets auf Achse ist, zum Daheimbleiben zwingt, trägt sie mit Humor. „In meinen fast 60 Bühnenjahren hatte ich nie so viel Freizeit wie jetzt“, sagt sie. Zu tun hat sie aber trotzdem. Am Dienstag ist sie zu Gast im TV-Magazin „MDR um 4“. Am 24. Mai ehrt der Sender den Star mit der Sendung „Ein Abend für Dagmar Frederic“.

Wie es weiter geht? In Dresden steht am 15. Mai die Premiere der Komödie „Lustgarantie“ an. Eigentlich. „Wenn alles gut geht, sind 30 Vorstellungen im Jahr geplant.“ Im November folgt eine Tournee. „Es ist unglaublich“, freut sich Frederic.