Manchen Kandidaten bei "Wer wird Millionär" kann auch Quiz-Profi Günther Jauch nicht helfen. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Die Teilnehmer der Quizshow „Wer wird Millionär“ kommen ins Studio, um im besten Fall mit einer Million Euro nach Hause zu gehen – doch ganz so einfach ist es nicht. Um im Spiel voranzukommen, braucht es vor allem Köpfchen… und starke Nerven! Köpfchen haben die meisten, doch die Anspannung im Studio sorgte schon für einige echte Schreck-Momente, bei denen selbst Günther Jauch (64) nicht helfen konnte. Erinnern Sie sich an diese drei schrägen Antworten?

Eine der legendärsten Kandidatinnen der RTL-Show war wohl Studentin Tanja Fuß. Sie gab eine falsche Antwort – und das kam so dermaßen schräg rüber, dass sie von einigen sogar als „dümmste Kandidatin aller Zeiten“ betitelt wurde. Günther Jauch selbst weiß, dass man das so natürlich bei keinem Kandidaten sagen kann. Auch wenn einige bei den leichten Fragen scheitern.

Günther Jauch erklärt: Der Adrenalinspiegel macht vielen Kandidaten zu schaffen

„Die Leute gehen natürlich mit einem gewaltigen Adrenalinspiegel auf den Stuhl. Einerseits mit Erleichterung, dass sie die Auswahlfrage überstanden haben, das ist ja für meine Begriffe tatsächlich die größte Hürde“, sagt Jauch. „Und dann sitzen sie da und dann steigt natürlich der Puls. Dann geht das los bei Fragen, bei denen sie wissen, dass sie sie eigentlich wissen müssten. Dann kommt der übliche Abgleich: Zu Hause hätte ich die Frage gewusst. Und dann kommt schließlich und endlich noch das finale Brett vorm Kopf – und dann ist alles aus.“

Aber zurück zu Tanja Fuß: Sie lag schon bei der ersten Frage falsch. Sie sollte einen Satz vervollständigen, nämlich „Seit jeher haben die meisten...“. Die Antworten: A) Dober Männer, B) Cocker Spaniels, C) Schäfer Hunde oder D) Riesen Schnauzer. Jeder weiß, dass die meisten Schäfer Hunde haben, doch die Studentin lag verkehrt. Sie tippte darauf, dass alle Riesen Schnauzbärte tragen. Trotz mehrmaligem Nachfragen von Jauch loggte sie ein – und verlor bei der 50-Euro-Frage! Mit rund 45 Sekunden war sie dabei die Teilnehmerin, die am kürzesten mitspielen durfte.

Manche „Wer wird Millionär“-Kandidaten scheitern fast, legen dann aber richtig los

Doch es gab auch andere lustige (Fast)-Blamagen. Etwa bei Maximilian Friedrich, der im Dezember 2020 auf dem Ratestuhl landete. Seine Frage: „Will ich in der Kurzwarenabteilung sparsam sein, kommt es vor, dass ich mir nur einen...?“ – die Antworten lauteten A) Schulter polster, B) Steh kragen, C) Reiß verschluss und D) Knopf leiste. Richtig ist Antwort D. Es ging um 200 Euro – und nur der Publikumsjoker half. Immerhin: Am Ende verließ der Ratefuchs mit sagenhaften 64.000 Euro die Show. Nach einem derartigen Kaltstart schon fast ein kleines Fernsehwunder.

Ebenfalls ein Klassiker ist die Antwort von Jürgen Neuschwander – als er bei „Wer wird Millionär“ auf dem Stuhl landete, gab es noch D-Mark. Um 500 ging es, als er sagen musste, wie der Titel des Liedes „Da steht ein Pferd...“ endet. Die möglichen Antworten: A) vor der Tür, B) unterm Tisch, C) auf'm Flur, D) an der Bushaltestelle. Hätten Sie es gewusst? Es ist der Flur, doch das war Neuschwander nicht klar. Er war sicher, dass das Pferd vor der Tür steht. Der Rest ist Geschichte.