Carrie (Sarah Jessica Parker M), Miranda (Cynthia Nixon, l) und Charlotte (Kristin Davis) in einer Szene des „Sex and the City“-Nachfolgers „And Just Like That...“
Carrie (Sarah Jessica Parker M), Miranda (Cynthia Nixon, l) und Charlotte (Kristin Davis) in einer Szene des „Sex and the City“-Nachfolgers „And Just Like That...“ Sky/dpa

Viele der alten Fans kritisieren, dass „And Just Like That“ es mit politischer Korrektheit übertreibt. Doch die Produzenten hatten wenig Wahl. Sonst hätten sie außer Samantha (Kim Cattrall) wohl auch Miranda ersetzen müssen. Denn Cynthia Nixon enthüllte jetzt in der „Herald Sun“, dass sie ursprünglich „gezögert“ hatte, bei der Neuauflage von „Sex and the City“ mitzuspielen – bis man ihr „grundlegende Veränderungen“ hinsichtlich mehr Diversität versprach.

Die in Amerika als linksprogressive Politaktivistin bekannte Schauspielerin schmähte ihre Originalserie jetzt als „oft völlig blind, wenn es um Themen wie Rasse oder Geschlecht ging.“ Die 55-Jährige deutete an, dass sie Serienmacher Michael Patrick King das Messer auf die Brust gesetzt hatte: „Ich habe ihm aber auch Sarah Jessica Parker und Kristin Davis klar gemacht, dass ich diesen Mangel an Diversität in der Show nicht mehr mittragen kann. Erst als man mir all die neuen Änderungen gezeigt hat, war ich mit dabei.“

Diversität bei „Sex and the City“: Nicole Ari Parker, Sara Ramirez, Karen Pittman and Sarita Choudhury (v.L.)
Diversität bei „Sex and the City“: Nicole Ari Parker, Sara Ramirez, Karen Pittman and Sarita Choudhury (v.L.) HBO Max/AP

Zu den Änderungen gehören, dass in „And Just Like That“ jetzt auch wichtige Hauptfiguren auftauchen nicht nur weiß oder heterosexuell sind – darunter die schwarze Juraprofessorin Dr. Nya Wallace (Karen Pitman), die mächtige Maklerin Seema Patel (Darstellerin Sarita Choudhury hat indische Wurzeln) oder Che Diaz (Sara Ramirez), als geschlechtlich non-binärer, hispanischer Stand-Up Comedian.

Laut Nixon hat es sich die Neuauflage zum Ziel gesetzt, „alles was wir mit ‚Sex and the City‘ wirklich falsch gemacht haben, auszumerzen.“ Sie ist happy mit dem Ergebnis: „Ich hatte erst wirklich Sorge, dass die Transformation nicht groß genug sein würde. Doch meine Angst war unberechtigt.“ Das Problem nur: Während die Kritiker der alten Show (zu weiß, zu viele rassistische Stereotypen, keine geschlechtliche Diversität) der Neuauflage nie ein Chance gegeben haben, schimpfen viele der alten Anhänger, dass sie die „Woke“-Version der Leben von Carrie, Miranda, Charlotte und Co. kaum noch wiedererkennen.