Metallica-Gitarrist Kirk Hammett posiert mit zwei der Corona-Hunde. Instagram

Das wäre eigentlich ein guter PR-Gag für Snoop Dogg. Doch nicht der Rapper, sondern Metallica sind gerade mit einem Rudel Hunde auf Tournee. Die Vierbeiner-Brigade soll die Musiker beschützen. Nicht vor durchgeknallten Fans – sondern vor Covid-19.

Die Hundetruppe wird von der Firma „Bio Detection K9“ aus Ohio gestellt. Diese haben Schäferhunde, Belgische Malinois und Labradore abgerichtet, alle Varianten des Coronavirus zu erschnüffeln. Firmenboss Jerry Johnson bei „FoxNews“: „Unsere Hunde überprüfen jeden, der Zugang hinter die Bühne hat. Also die Crew, das Management, ausgewählte Fans und natürlich auch die Bandmitglieder. Bis zu 200 in der Stunde!“

Hunde können den Coronavirus erschnüffeln

Die Hunde und ihre Halter dürfen sogar bei Metallica mit im Tourbus fahren und werden in denselben Luxushotels wie die Stars untergebracht. Billig sind die vierbeinigen Virus-Detektive allerdings nicht. Die Tageskosten belaufen sich bei 5000$ plus Unterbringung von Hunden und deren Herrchen.

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Die „Bio Detection K9“-Hunde haben alle mehr als 10 Jahre Erfahrung als „freie Mitarbeiter“ der US-Landwirtschaftsbehörde. Sie wurden auf Flughäfen, Frachthäfen und an Grenzübergängen eingesetzt, um das West Nil-Virus, Bakterien und Pilze in Waren zu erkennen.

Johnson war Anfang der 2000er mit einer Hundestaffel der US Air Force in Afghanistan gewesen und hatte sich danach mit ehemaligen Bombensuch-Hunden selbstständig gemacht. Im April 2020 kam er auf die Idee, zu testen, ob seine vierbeinigen Mitarbeiter auch COVID-19 erschnüffeln können: „Wir haben mit Hilfe von Proteinen den Geruch vom Coronavirus simuliert. Im Oktober waren alle unsere Hunde dann drauf trainiert. Sie haben eine Erfolgsrate von 97 Prozent.“

Die „Bio Detection K9“-Hunde, die Metallica auf ihrer Tour begleiten. ZVG

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Dass seine Hunde von Bands wie Metallica gebucht werden, verdankt Johnson einem Podcast-Interview: „Danach hat mein Telefon nicht mehr still gestanden. Einer der Anrufe war der Manager von den Black Keys, der uns sofort für deren Tournee angeheuert hat. Das hat sich dann rumgesprochen und Metallica waren die nächsten.“ Auch NBA-Basketballteams und NASCAR sind Kunden geworden.

Die Omikron-Variante stellte Johnson und seine Hunde anfangs vor eine Herausforderung. Denn bislang hatten die Hunde Infizierte erkannt, in dem sie an Händen und Füssen das Virus im Schweiß ausmachten. Da Omikron sich aber vermehrt in den Bronchien niederlässt und weniger in den Schweißdrüsen vorhanden ist, musste Johnson improvisieren: „Jetzt müssen alle den Hunden nur ihre gebrauchten Masken vor die Nase halten.“