Christina Ricci hatte Todesangst. Foto: Charles Sykes/Invision/AP/dpa

Das Coronavirus wurde für Christina Ricci zum Albtraum. Nicht, weil sie etwa krank wurde, sondern weil die Schauspielerin gezwungen war, mit ihrem gewalttätigen Ehemann im Lockdown zu sein. In ihrem Antrag einer einstweiligen Verfügung gegen James Heerdegen behauptet die „Sleepy Hollow“-Schönheit, dass sie um ihr Leben und das ihres Sohnes Freddie fürchtet.

In den Gerichtsakten beschreibt die 40-Jährige, wie ihre Tortur in der Ehe im Herbst 2019 begonnen hatte: „Während wir im Auto saßen, hat James mir klar gemacht, dass er mich umbringen könnte. Er meinte, ich würde ihm nur leidtun, wenn ich in kleinen Teilen zerstückelt wäre. Ich habe danach alle Messer zuhause versteckt.“ Die körperlichen Misshandlungen begannen laut Ricci im Dezember 2019: „Er hat mich geschlagen, mich angespuckt und mir wie ein Schwein ins Gesicht gegrunzt. Ich habe blaue Flecke und Prellungen davongetragen und beschlossen, dass ich mich trennen muss.“ Ricci informierte ihren Ehemann, dass sie eine Scheidung wollte. Doch dann begann die COVID-19 Quarantäne im März und „ich war im selben Haus mit meinem brutalen Missbraucher eingesperrt.“

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Laut ihres Antrags habe sie Heerdegen zwei Mal im Juni attackiert. Er habe sie brüllend durchs Haus gejagt und sie davon abgehalten, den 911-Notruf zu wählen. Danach habe er sie bei den Handgelenken gepackt, sie in den Garten gezogen und auf eine Feuerstelle geworfen. Sie will davon Schnittwunden und Prellungen davongetragen haben. Bei einem zweiten Angriff soll Heerdegen sie angespuckt, eine Kaffeetasse und einen Stuhl nach ihr geworfen haben – vor den Augen des gemeinsamen Sohnes (6).

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Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Christina Ricci und James Heerdegen im April 2019 bei einem Event in New York. 

Ricci legte ihrem Gerichtsantrag Fotos bei, die Verletzungen an ihren Handgelenken, Finger und Unterarm zeigen und die ihr Heerdegen zugefügt haben soll. Das überzeugte den Richter, der dem Antrag stattgab. Heerdegen darf keinen Kontakt mehr mit seiner Ex-Frau und seinem Sohn haben und muss sich mindestens 100 Meter von der Familienvilla fernhalten.

Schauspielerin fürchtet Racheakt

Über Riccis zweiten Antrag hat das Gericht noch nicht entschieden. Die Schauspielerin fürchtet nämlich einen Racheakt ihres Mannes, den sie 2013 geheiratet hatte. Laut Christina besitzt Heerdegen private Ton- und Videoaufnahmen von ihr, mit denen er sie durch eine Veröffentlichung „demütigen und bloßstellen“ könnte: „Er hat gedroht, meinen Ruf in den Medien damit zu schädigen“. Sie verlangt, dass Heerdegen ihr alle Aufnahmen überlässt.

Heerdegens Anwalt Larry Bakman behauptet, dass sein Mandant seine eigene einstweilige Verfügung gegen Ricci vorbereitet: „Darin werden wir detailliert Riccis beleidigendes Verhalten, wenn sie unter Alkohol oder anderen Substanzen stand, aufführen. Mein Mandant bestreitet vehement alle ihre Vorwürfe von körperlicher Misshandlung.“