Schauspieler Chris Rock hat sich nun erstmal nach der Ohrfeigen-Attacke geäußert. AFP Photo/Al Saib/Ampas

„Ich versuche noch immer, das Ganze zu verarbeiten!“ Bei einem Comedy-Auftritt in Boston sprach Chris Rock zum ersten Mal über den Vorfall bei den Oscars. Der 57-Jährige war im ausverkauften Wilbur Theatre zu einer zweiminütigen Standing Ovation auf die Bühne gekommen und war sichtlich gerührt: „Wegen euch habe ich Tränen in den Augen, so’n Shit!“

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Mit seinem Markenzeichen, dem schiefen Grinsen, fragte der Komiker dann in die Runde: „Und wie war euer Wochenende so?“ Die Zuschauer grölten vor Lachen auf die Anspielung. Rock fuhr fort, als der Lärmpegel gesunken war: „Ich kann euch nicht viel Scheiß darüber erzählen, was passiert ist. Aber es wird der Zeitpunkt kommen, an dem ich über diesen ganzen Scheiß sprechen werden.“

Will Smith schlägt nach Witzelein Chris Rock: Über diese Ohrfeige bei der Oscar-Verleihung wird diskutiert. AP Photo/Chris Pizzello

Ohrfeigen-Skandal schlägt weiter Wellen in Hollywood

Er wurde von den Rufen „Verklag ihn“ aus dem Publikum unterbrochen. Rock grinste nur und ging aber nicht weiter darauf ein: „Ich werde euch jetzt ein paar andere Jokes erzählen und bin einfach nur froh, mal wieder draußen zu sein.“ Dann spielte er sein normales Gag-Programm ab, ohne noch weiter auf die Will Smith-Attacke einzugehen.

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Der Ohrfeigen-Skandal bei den Oscars schlägt indes weiter Wellen in Hollywood. Jetzt brach auch über die Unfähigkeit der Bosse der Academy of Motion Picture Art and Sciences ein regelrechter Shitstorm aus. Grund dafür war ein Schock-Tweet der Filmakademie, wonach Will Smith nach seiner Attacke auf  Rock aufgefordert worden sei, den Saal zu verlassen – „doch er hat sich geweigert.“

Ein Wandbild der Ohrfeige als Street-Art-Kunst in Berlin. John MacDougall/AFP

Kritiker waren fassungslos: „Die Academy hat eine Entscheidung getroffen und es nicht geschafft, diese durchzusetzen – um dann einfach so weiterzumachen, als sei nichts geschehen?“ Ein weiterer Kritiker: „Das ist noch eine schlimmere Ohrfeige für die ganze Filmakademie, als die, die Chris Rock abbekommen hat.

Will Smith sollte ihr Oscar-Verleihung verlassen

Laut Hollywood-Insider Matthew Belloni in „The Wrap“ hatte einer der Oscarproduzenten nur Smiths Sprecher gebeten, seinem Klienten auszurichten, dass er besser gehen soll: „Das hat in keiner Weise dasselbe Gewicht, als wenn der Academy-Präsident von seinem Platz aufsteht und Will selbst sagt, was zu passieren hat.“ Die Kritikwelle aus der eigenen Branche zwang die Academy, eine Art Entschuldigung per Tweet hinterher zu schicken: „Wir sehen ein, dass wir in dieser Situation hätten anders handeln sollen!“