Mode-Experte und Moderator Bruce Darnell wirbt hier für „Surprise! Die Bruce Darnell Show“, die am 2. Dezember um 20.15 Uhr auf ProSieben startet.  ProSieben/dpa

Bruce Darnell wurde bekannt als aufgekratzter Model-Ausbilder («Die Handtasche muss lebendig sein!») in Diensten Heidi Klums. Nun kehrt er zum „Topmodel“-Sender ProSieben zurück - und zwar nicht als Sidekick. Über seine Karriere rätselt er bisweilen selbst

In seiner neuen Sendung will Bruce Darnell Menschen überraschen. Aber überrascht ist er nun erstmal selbst. Darüber, dass er am Donnerstag (2. Dezember, 20.15 Uhr) bei ProSieben eine eigene Primetime-Show präsentieren kann. Für ihn ist das eine ganz große Sache.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich mal irgendwie bekannt sein werde, dass ich so weit kommen werde“, sagt Darnell, der wirklich ergriffen klingt. Kurz erwartet man einen Tränenausbruch. „Und jetzt bekomme ich auch noch eine eigene Show.“

Bei GNTM stahl er Heidi Klum fast die Show

Bruce Darnell hat in der Tat eine ungewöhnliche Karriere hinter sich und die Eigenschaft, Gefühle schlecht kaschieren zu können, hat damit viel zu tun. Vor rund 15 Jahren tauchte der ehemalige Fallschirmjäger der US Army und Choreograph in Heidi Klums ProSieben-Show „Germany's next Topmodel“ auf, um Nachwuchs-Models den federnden Laufstegschritt beizubringen.

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Bruce Darnell und Heid Klum 2007. In ihrer Model-Show begann seine TV-Karriere. imago

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Dabei machte er seine Sache aber so gut, dass er Klum geradezu die Show stahl. Darnell liefert sowohl philosophische Sentenzen („Die Handtasche muss lebendig sein!“) als auch Emotionen. Seine regelmäßigen Tränenausbrüche wurden legendär. Dass manche mutmaßten, das wäre Schauspielerei, konnte er nie begreifen.

Nun schließt sich der Kreis. Nach einigen kürzeren (ARD, „Bruce“) und längeren (RTL, „Das Supertalent“) Engagements bei der Konkurrenz ist Darnell nun zurück bei dem Sender, auf dem er einst für das große Fernsehen entdeckt wurde. In der neuen Sendung „Surprise! Die Bruce Darnell Show“ soll er nun nicht mehr nur Sidekick sein, sondern Hauptfigur. Ganz viel bekannt ist noch nicht über das Konzept, was bei einer Überraschungsshow allerdings auch nicht verwundert.

Bruce Darnell erfüllt in seiner Show die Träume der Kandidaten

Offiziell angekündigt ist, dass Menschen „ohne die geringste Ahnung“ plötzlich im Studio vor Darnell stehen werden, der ihnen dann einen lang gehegten Traum erfüllen wird. So weit, so viel Wundertüte. Aber wer sich daran erinnern mag: Der altehrwürdig Rudi Carrell (1934-2006) verfolgte mit seiner „Rudi-Carrell-Show“ (1988-1992) ein ähnliches Konzept.

Die Frage nach Carrell hat - man darf da nicht mit den Nachnamen durcheinander kommen - Darnell natürlich schon gehört. Carrell sei natürlich ein toller Entertainer und großer Name gewesen. „Meine Sendung geht schon ein bisschen in die Richtung, aber sie wird doch einen anderen Charakter haben“, sagt erklärt er.

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Weil er selbst ein anderer Charakter sei. „In der Sendung geht es vor allem darum, etwas Gutes zu tun - gerade in dieser außergewöhnlichen Zeit mit der Pandemie, die wir hinter uns und vor uns haben.“ Er wolle sein Publikum aus dem Alltag rausholen. Geplant sind erstmal vier Folgen.

„Ich bin dem deutschen Publikum sehr dankbar, dass es mich so positiv aufgenommen hat.“

Bruce Darnell

Darnell selbst sieht die Zeit der Pandemie als große Prüfung, wie er sagt. Natürlich habe er sich an die Regeln gehalten und etwa versucht, wenig zu reisen - was ungewohnt war. Zudem war es gar nicht leicht für den schlanken Mode-Experten, fit zu bleiben.

Einen privaten Fitnessraum habe er ja nicht - und das Sport-Studio war zeitweise dicht. „Ich habe daher eineinhalb Jahre eigentlich keinen Fitness-Sport gemacht“, sagt er. Aber er sei viel im Wald gelaufen. „Das war auch ganz nett, man kann da gut nachdenken.“

Worüber er nachdenkt: Was er doch für ein Glück hat. Womit man wieder am Anfang ist. „Ich bin dem deutschen Publikum sehr dankbar, dass es mich so positiv aufgenommen hat. Das ist ja nicht selbstverständlich, ich bin Amerikaner“, sagte er. Zudem sei er nicht perfekt in dem, was er mache. „Für mich ist das auch noch immer ein Rätsel, warum das so gut gelaufen ist.“