Schauspielerin Brooke Shields auf einem Event in New York City im Oktober 2019. Foto: imago images/Zuma Press

Im Januar brach sie sich den Oberschenkelknochen. Die Verletzung war so schwer, dass Brooke Shields gleich dreimal unter das Messer und wieder laufen lernen muss. Im Magazin People verrät die 55-Jährige jetzt zum ersten Mal, wie sie sich den Bruch zugefügt hatte. Sie war in ihrem Fitnessstudio in New York von einem Balance-Brett gefallen.

Shields hat ihren traumatischen Workout-Unfall wie ein Film im Kopf: „Es passierte wie in Zeitlupe. Und dann begann ich zu schreien. Töne kamen aus mir, die ich selbst noch nie gehört hatte.“ Als der Rettungsdienst eintraf, war die „Pretty Baby“-Schönheit „fast panisch vor Angst, dass ich gelähmt sein könnte“. Sie rief immer wieder „Ich kann meine Zehen nicht fühlen“, als sie in die Notaufnahme gebracht wurde. Beim ersten Eingriff wurden Shields zum Abstützen zwei Metallstäbe in den Knochen eingesetzt: „Einer von der Hüfte gerade runter, der andere quer über die Gelenkpfanne der Hüfte.“

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Bei einer zweiten OP wurde dann fünf weitere Titanstangen und eine Metallplatte eingesetzt, weil sich ein Stück ihres gebrochenen Oberschenkelknochens abgelöst hatte.“ Als sie zweieinhalb Wochen später aus dem Krankenhaus entlassen wurde, folgte die nächste Tortur. Die OP-Wunde entzündete sich. Shields wurde mit einer schweren Staphylokokken-Infektion in die Notaufnahme eingeliefert und dort zum dritten Mal operiert. Sie brauchte sogar drei Bluttransfusionen.

Jetzt befindet sich Shields auf dem sehr langsamen Weg der Besserung: „Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich das nicht mit Power durchziehen, sondern brauche Geduld. Ich bin leider nicht der Zen-Typ.“ Sie muss täglich Reha-Übungen machen: „Ich kann nicht mal auf meinem Bein stehen, geschweige denn einen Schritt damit tun. Ich muss noch mal lernen, zu laufen.“

Besonders das „schockierende Gefühl der Hilflosigkeit“ macht der Schauspielerin sehr zu schaffen. Das kennt sie aus ihrer Vergangenheit. Als sie 2003 nach der Geburt ihrer älteren Tochter Rowan an schweren Kindbettdepressionen gelitten hatte. Und Shields ist überzeugt, dass sie auch diesmal die schwere Hürde in ihrem Leben meistern wird: „Wenn ich eines bin, dann eine Kämpferin. Und wenn eine Person da durchkommt, dann bin ich das.“ Die vielen harten Jahre im Showbusiness haben sie gestählt. Denn Shields musste in ihrer Karriere lernen, „ständig neue Türen zu suchen, wenn mir eine andere mal wieder ins Gesicht geschlagen wurde“. Sie hat beschlossen, den Weg zu ihrer Heilung vom schweren Bruch mit der Öffentlichkeit zu teilen: „Wir müssen an uns selbst glauben und anderen damit Mut geben. Nur so kommt man durchs Leben!“