Britney Spears vertraut ihrem Vater nicht. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP

Britney Spears streikt! Bei einer Anhörung vor Gericht ließ ihr Anwalt Sam Ingham verlauten, dass seine Mandantin „nicht mehr auftreten wird, solange ihr Vater als ihr Vormund agiert“. Die Pop-Prinzessin hat dazu für ihre Forderung, sich der Vormundschaft von Vater Jamie zu entziehen, eine Unterstützerin aus der eigenen Familie bekommen – ihre Mutter. Lynne Spears verlangt, dass ihr Ex-Ehemann die Kontrolle über die gemeinsame Tochter abgibt.

Spears wollte das Gericht in Los Angeles dazu bringen, ihre langjährige Managerin Jodi Montgomery anstelle ihres Vaters als Vormund zu bestimmen. Diese hatte den Posten 2019 temporär übernommen, als Jamie Spears an schweren Gesundheitsproblemen litt.

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Britney argumentiert nicht nur, dass ihr Verhältnis zu ihrem Vater zerstört ist. Sie wirft dem 68-Jährigen vor, ihr Geld aus dem Fenster geworfen zu haben, indem er mit der „Tri Star Sports & Entertainment Group“ einen Vertrag abschloss, der dem Business Management einen fünfprozentigen Anteil an allen Bruttoeinnahmen von Spears zusicherte. Als die 38-Jährige Anfang 2019 einen „unbestimmten Auftrittsstopp“ verkündete, sicherte Jamie Spears „Tri Star“ einen jährlichen Minimumbetrag von 500.000 Dollar pro Jahr zu. Britney in den Gerichtsakten: „Mein Vater hätte einen besseren Deal herausholen sollen. Er hat einfach 308.974 Dollar an ‚Tri Star‘ überwiesen. Ein völlig exzessiver Betrag!“ Tri Star hat inzwischen den Vertrag gekündigt und Jamie Spears hat bereits – ohne Rücksprache mit seiner Tochter zu halten – einen neuen Businessmanager engagiert.

Nun droht Spears, nie wieder auf die Bühne treten zu wollen, solange ihr Vater die Kontrolle über sie hat. Ihr Anwalt: „Meine Mandantin fürchtet sich vor ihm.“ Seinen Antrag, Jamie Spears von seiner Vormundrolle zu entbinden, wies Richterin Brenda Penny ab. Allerdings gab sie Britney die Möglichkeit, einen neuen Antrag auf Änderung der Vormundschaft zu stellen – über den sie dann separat entscheiden wird.

Jamies Spears will aber unbedingt weitermachen. Seine Anwältin Vivian Lee Thoreen legte dem Gericht Bilanzen vor, die belegen, dass Britney dank ihres Vaters heute mehr als 60 Millionen Dollar auf der hohen Kante hat. Vor 12 Jahren hatte sie demzufolge noch Schulden.