Moderatorin Lola Weippert startete im vergangenen Jahr bei RTL durch. RTL/Frank Fastner

Man muss ja leider sagen, dass Lola Weippert wie so viele andere in der Öffentlichkeit stehende Frauen durchaus ihre Erfahrungen mit Anfeindungen im Netz hat. Immer wieder kommen wildfremde Menschen und beschimpfen sie, bewerten sie und würdigen sie herab. Richtigmachen, so scheint es bei einem Blick auf all die Nachrichten, können Frauen im Netz sowieso nicht. Doch die RTL-Moderatorin dreht den Spieß immer wieder um, veröffentlicht Hass-Nachrichten und argumentiert dagegen. Damit gibt sie nicht nur den Absendern eine Breitseite, sondern zeigt auch anderen Frauen: Ihr seid nicht alleine.

Lola Weippert postete Foto aus dem Südafrika-Urlaub

Nach einem Jahr voller Arbeit, dass mit der Teilnahme bei „Let's Dance“ begonnen und über die Moderationen von „Temptation Island“, sowie der Wiedersehens-Folgen von „Princess Charming“ und „Prince Charming“ mit der Moderation von „Das Supertalent“ geendet hatte, hatte sich Lola Weippert zusammen mit ihrer Schwester zum Wohlverdienten Urlaub nach Südafrika aufgemacht. 

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Ihre 400.000 Instagram-Follower wollte die Moderatorin natürlich auch dorthin mitnehmen. Und so postete sie Fotos davon, wie sie im Bikini Frühstück zubereitet. Dazu schrieb sie: „Heute mal ungeschminkt, ungefiltert, ungefacetuned und ungestellt. Einfach nur unglaublich glücklich hier zu sein und frühstück vorzubereiten. Pures Glück.“ Lola Weippert hatte dabei ein breites Grinsen auf dem Gesicht und das kam bei ihren Followern gut an. Schnell gab es mehr als 40.000 Likes und zahlreiche liebe Kommentare - doch dabei blieb es natürlich nicht.

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Denn wie in den Kommentarspalten vieler Frauen fanden sich auch mehrere Kommentare, die von Menschen, die ein großes Bedürfnis haben, Frauen niederzumachen. Ein User unterstellte Lola Weippert beispielsweise ein geringes Selbstbewusstsein, dass sie mit Bestätigung für ihre Fotos aufpäppeln wolle. Andere wurden noch gehässiger. Ein User schrieb Lola per privater Nachricht: „Sowas ist kein Vorbild, sich halbnackt zu zeigen. Ich bin enteuscht [sic] von dir.“ Und ein anderer: „Bitte lass deine Kleidung an.“

Lola Weippert lässt Hass im Netz nicht unwidersprochen

Wer Lola Weippert schon ein bisschen verfolgt, weiß, dass die 25-Jährige so etwas nicht einfach so auf sich sitzen lassen würde. Und so kam es, dass die Moderatorin noch am gleichen Tag einen weiteren Bikini-Post folgen ließ und auch die beiden privaten Hass-Nachrichten veröffentlichte. 

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Lola Weippert moderiert seit diesem Jahr zusammen mit Chris Tall Das Supertalent bei RTL. RTL/Stefan Gregorowius

Dazu schrieb Lola: „Wenn mein Outfit davon abhängt, ob ich ein Vorbild bin oder nicht, solltest du
vielleicht nochmal dein (Vor) Bild überdenken. Auch wenn ich mich als Nacktmull vor die Kamera stellen würde, werde ich mit den richtigen Werten immer noch Vorbild genug sein.“ Und in Anspielung auf den Rechtschreifehler schrieb sie: „PS: Ich bin auch enttäuscht, von deinem enteuscht.“

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Tatsächlich hat Lola Weippert mit dieser Antwort einmal mehr gezeigt, dass sie für ihre Community ein absolutes Vorbild ist. Ihre Botschaft, dass sie selbst entscheidet, was sie anzieht und das ihre äußere Erscheinung keinen Einfluss darauf haben sollte, wie sehr sie ernstgenommen wird, ist wichtig und leider noch immer nicht in allen Köpfen angekommen. Die 400.000 Follower von Lola Weippert werden es aber mit der Zeit lernen – dafür legt sich die Moderatorin immer wieder ins Zeug. Ein echtes Vorbild!