Ramon Roselly ist der erste ostdeutsche Sieger von „Deutschland sucht den Superstar“. Foto: dpa/Stefan Gregorowius

Seit 1995 wird die „Goldene Henne“ verliehen, in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie erstmals ohne Publikum. Doch damit kennt sich einer der Nominierten bestens aus: Roman Roselly. Der erste ostdeutsche Sieger der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ hat Chancen auf den Preis als Aufsteiger des Jahres.

Als Ramon Roselly am 4. April 2020 mit einem Rekord-Stimmenanteil von mehr als 80 Prozent zum ersten DSDS-Sieger aus dem Osten gekürt wurde, jubelten ihm keine Massen zu, denn das Studio war leer. Wegen der Corona-Pandemie waren keine Zuschauer zugelassen. Ein Zustand, der für den in Merseburg geborenen Sohn einer Zirkusfamilie zunächst Normalität werden sollte. 

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Zwar trat der 26-Jährige, der zunächst als Artist bei seinen Eltern arbeitete und sich später als Gebäudereiniger selbstständig machte, nach seinem DSDS-Triumph bei „Let’s Dance“, in mehreren Schlagersendungen oder in einem Autokino auf, doch der Schlagersänger musste sich bis zum 22. August gedulden, bis er endlich vor Menschen auftreten konnte. Am 22. August gab er sein Konzert-Debüt im Sommer-Varieté des Zirkus Charles Knie in Einbeck in Niedersachsen. „Ich freue mich sehr, dass ich jetzt endlich mal vor ein paar Leuten singen darf“, sagte Roselly damals vor seinem Auftritt.

Dabei hätte der Terminkalender des Schlagerstars durchaus gefüllt sein können. Sein Album „Herzenssache“ eroberte in Deutschland Platz zwei der Albumcharts und bekam sogar Gold-Status. Es ist zudem das erste Album eines DSDS-Siegers, das sich mindestens zehn Wochen in den Top Ten der deutschen Charts gehalten hatte. In Österreich stieg das Album sogar auf Platz eins.

Konkurrenz bei der „Goldenen Henne“ bekommt Roselly von Schauspieler Jan Bülow (24), der im Film „Lindenberg! Mach dein Ding“ den jungen Panikrocker verkörperte, und von Bahnradweltmeisterin Emma Hinze (22) aus Cottbus, die ebenfalls für den Aufsteiger des Jahres nominiert sind. Verliehen wird der Publikumspreis am 30. Oktober in Leipzig – allerdings nicht wie geplant vor 4500 Zuschauern in der Messehalle –, sondern in einem kleineren Studio ohne Publikum. Ramon Roselly kennt das.