Der Entertainer Karl Dall Foto: imago stock&people/Christian Schroedter

Er war einer von Deutschlands größten Blödlern. Doch nach dem Tod von Karl Dall im Alter von 79 Jahren, bleibt dem Hörer ein Witz im Halse stecken. Er klingt viel mehr wie eine böse Vorahnung.

In einem Video, das die Seifenoper „Rote Rosen“ am 10. November auf Instagram postete, stellte sich Karl Dall neues Mitglied am Set der TV-Serie vor. In dem gut einminütigen Clip sprach der Komiker und Schauspieler über die Gastrolle, die er übernehmen werden. Er ging nicht ins Detail, verkündete aber, dass „ein bisschen Dall“ auch dabei sein würde - und dass es eine schwere Rolle sei. „Ich bin auch ein bisschen Arschloch, so wie Trump“, verriet er immerhin und verwies darauf, dass er eigentlich ein harmoniebedürftiger Mensch sei, für den es schwer ist, einen „miesen Charakter“ zu spielen.

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Doch er freue sich auf das Resultat, kündigte er an. Anfang des Jahres würden dann die Folgen mit ihm zu sehen sein. Und dann kam der Satz, der heute so makaber wirkt: „Ich freue mich selbst schon drauf, wenn ich das noch miterleben darf.“

Heute wissen wir: Karl Dall wird die Ausstrahlung der Folgen nicht mehr miterleben. Es ist nicht mal klar, ob überhaupt Folgen mit ihm ausgestrahl werden. Denn unmittelbar nach nach dem Beginn der Dreharbeiten - und nur einen Tag, nachdem das Video auf Instagram ausgestrahlt wurde, erlitt Dall bei den Dreharbeiten in Lüneburg einen Schlaganfall. Von dem erholte sich der Schauspieler nicht. Ohne noch einmal das Bewusstsein zurückzuerlangen starb er am Montag.