Milchkönigin Luisa Hochstein erklärte jetzt im Riverboat, warum sie die Kuppel-Show „Bauer sucht Frau“ nicht mag. Links: Werner (64) aus Südafrika mit Katrin (62, l.), Erzieherin aus Hessen, und Conny (55), Erzieherin aus Baden-Württemberg. Foto: TVnow, Screenshot: MDR

Derzeit läuft im TV eine neue Staffel der Kuppel-Show „Bauer sucht Frau International“ – und auch wenn nicht jeder das Liebes-Format mag, geht es doch an keinem spurlos vorbei. Am vergangenen Freitag war die Sendung mit Schlager-Star Inka Bause sogar Thema bei „Riverboat“! In der Talkshow war Luisa Hochstein zu Gast, die sächsische Milchkönigin. Und die machte deutlich, dass sie von der Kuppel-Sendung rund um Landwirte und ihre Liebes-Träume gar nichts hält.

Die 23-jährige Milchkönigin mag „Bauer sucht Frau“ überhaupt nicht

Die 23-Jährige ist amtierende sächsische Milchkönigin, vertritt Sachsens Milchbetriebe in ganz Deutschland und im Ausland. Sie selbst arbeitet im Familienunternehmen auf dem Milchhof in Wernsdorf bei Glauchau. „Als Teenie, so mit 16, konnte ich mir nicht vorstellen, auf dem Hof zu arbeiten“, sagt sie dem MDR in einem Interview. „Aber zum Abi war mir dann klar, dass ich es machen will.“ In Dresden studierte sie Agrarwissenschaften, heute packt sie auf dem Hof mit an.

Und nun saß sie zwischen Promis wie Alfons Schuhbeck und Richard David Precht auf dem „Riverboat“, berichtete von ihrer Arbeit als Milchkönigin. Unter anderem davon, dass sie über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram versucht, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. „Weil es doch mitunter erschreckend ist, wie sehr der Bezug fehlt“, sagt sie auf Nachfrage von Moderatorin Kim Fisher.

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Nico (38) aus Costa Rica mit Karin (50, l.), selbstständige Finanzberaterin aus Baden-Württemberg, und Tirza (43), Pensionsbetreiberin aus Rheinland-Pfalz, nehmen an „Bauer sucht Frau International“ teil. TVnow

Auf einem Fest habe sie neulich Kindern das Melken erklärt. Auf die Frage, wie viele Liter Milch eine Kuh gibt, hätten manche mit „fünf Liter“ geantwortet. „Eine Kuh gibt am Tag aber zwischen 20 und 30, manchmal sogar 50 Liter.“ So elementares Wissen sei nicht da. „Jeder redet von gesunder Ernährung, aber woher die Lebensmittel kommen, wissen die wenigsten.“

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Kim Fisher berichtet, sie glaube, es gebe eine Generation „Bauer sucht Frau“. „Das guckt ihr nicht zu Hause zusammen mit Opa vor dem Fernseher?“, fragt die Moderatorin. „Nein. Es gibt so viele engagierte Landwirtinnen und Landwirte, die wirklich gute Öffentlichkeitsarbeit machen. Und dann kommt sowas wie ‚Bauer sucht Frau‘, wo wirklich nicht die Realität dargestellt wird“, antwortet die Milchkönigin. „Wo eigentlich nur Belustigung im Vordergrund steht und die Landwirtschaft als dumm dargestellt wird – das entspricht nicht der Realität.“

Sie bezweifle die Ernsthaftigkeit. „In der Landwirtschaft musst du so viel Wissen haben, das ist alles ein Kreislauf. Selbst wenn ich mit Kühen arbeite, muss ich wissen, wie es auf dem Acker abläuft – da kann ich nicht einfach strohdoof sein. Es tut mir leid.“ Das dürften die Fans der Show sicherlich anders sehen – die neue Folge „Bauer sucht Frau International“ läuft am Montag um 20.15 Uhr bei RTL.