Haben diese Ohrringe etwa magische Kräfte? Über diese Geschichte staunen bei „Bares für Rares“ nicht nur die Kandidatinnen, sondern auch Moderator Horst Lichter. ZDF

Es gibt bei „Bares für Rares“ ja ziemlich viele Exponate, die eher merkwürdige Geschichten bergen – es gehört zum schönen Kern der beliebten Trödel-Show. Aber Schmuck mit magischen Kräften? So etwas landete nur selten auf dem Expertisen-Tisch. Doch nun brachten zwei Frauen aus Holland Ohrringe mit ins Studio, zu denen Schmuck-Expertin Wendela Horz eine besondere Geschichte auftischte: Sie wollen angeblich heilende Fähigkeiten haben…

Mariolein de Graaff und Annemieke Iipenberg brachten die besonderen Ohrringe ins „Bares für Rares“-Studio. ZDF

Das ist die „Bares für Rares“-Kandidatinnen – woher kommen die Ohrringe

Mariolein de Graaff und Annemieke Iipenberg sind Cousinen, kommen ursprünglich aus Holland – doch Iipenberg wohnt heute in der Nähe von München. Sie wollte die Ohrringe loswerden, denn: „Diese Ohrringe sind nicht mein Stil. Ich habe sie schon seit mehr als 20 Jahren im Haus liegen, in der Schublade. Sie sind sehr niedlich, aber nicht mein Stil.“ Und woher kommen die besonderen Schmuckstücke? „Von unserer gemeinsamen Urgroßmutter. Wir haben sie aber nicht gekannt.“

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Haben diese Ohrringe etwa magische Kräfte? Schmuck-Expertin Wendela Horz von „Bares für Rares“ erzählt die Geschichte... ZDF

Das „Bares für Rares“-Exponat: Was gibt es zu den Ohrringen zu erzählen?

„Sie haben Ohrringe mitgebracht, die schon gut 100 Jahre alt sind, wahrscheinlich entstanden in der Zeit um 1900“, sagt Schmuck-Expertin Wendela Horz. Sie prüft auch, um welches Material es sich handelt – und kommt zu dem Ergebnis: Es ist eine Gold-Legierung. „Das ganze ist sehr dünn und sehr leicht gearbeitet, beide Ohrringe zusammen wiegen gerade einmal ein Gramm.“ Aber: Der Schmuck samme aus industrieller Fertigung, typisch für die Jahrhundertwende. „Und auch die zwei verwendeten Steinchen sind zwei kleine Glassteinchen. Es soll einen Rubin und eine Perle nachahmen, aber es handelt sich um Glas.“

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Wichtig sei aber das Gold, denn dahinter verbirgt sich eine besondere Geschichte. „Schon im 18., aber auch im 19. Jahrhundert glaubte man in der niederländischen Volksmedizin, dass das Tragen eines goldenen Ohrrings an einer bestimmten Stelle die Sehkraft verbessert und auch Augenleiden lindern könnte“, sagt sie. „Wie erfolgreich es war – man weiß es nicht.“ Die Ohrringe sind also echte Zauber-Ohrringe…

Die „Bares für Rares“-Expertin kommt trotzdem der Zauber-Geschichte auf keinen hohen Preis. Zu niedrig ist der Materialwert der Ohrringe. ZDF

Wendela Horz: Das sagt der „Bares für Rares-Experte zu den Wandkarten

Schlägt sich diese Besonderheit im Preis nieder – und auch der gute Zustand? Horst Lichter möchte wissen, was die beiden Frauen haben wollen. „Wenn es 50 Euro sind, ist es ok.“ Und was sagt Wendela Horz? „Der Materialwert liegt bei knapp 30 Euro. Aber es ist ein schöner Ohrring, das Paar ist komplett, es ist alles noch da, es fehlen keine Steine. Deswegen liegt mein Schätzpreis bei 120 Euro.“

Am Ende gehen die Ohrringe bei „Bares für Rares“ für 120 Euro über den Tisch. ZDF

Der „Bares für Rares“-Händlerraum: Was zahlen die Trödel-Experten?

Und was lassen sich die Experten den Schmuck kosten? „Ich starte mit 100 Euro“, sagt Susanne Steiger. Schnell geht es über 120 auf 130 Euro und 140 Euro. Esther Ollick bekommt zu diesem Preis den Zuschlag. Sie könne sich ganz gut vorstellen, die Ohrringe selbst zu tragen. Die Expertise wurde überboten – und auch die Verkäuferinnen sind froh. „Wir sind das Wochenende hier in Köln und da kommt das schon zurecht“, sagt Iipenberg.

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