„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter vor dem roten Mercedes 190 SL, den Verkäufer Fröhlich aus Hannover in der Sendung anbietet. ZDF

Sie fasziniert Groß und Klein, die ZDF-Trödelsendung „Bares für Rares“. Jeden Nachmittag um kurz nach drei und manchmal sogar zur Prime-Time um 20.15 Uhr verkaufet der deutsche Durchschnittsbürger – vielleicht sogar der Nachbar von Nebenan – in der von Horst Lichter moderierten Show, was er auf dem Dachboden oder Flohmarkt gefunden hat.

Dabei kommt es immer wieder zu spektakulären Überraschungen. Sind Sie bereit für einen bunten Fächer an krassen Verkäufen? Hier kommen sie, die fünf interessantesten Objekte der „Bares für Rares“-Geschichte.

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Das teuerste Objekt bei „Bares für Rares“

Das bislang erfolgreichste Exponat der „Bares für Rares“-Geschichte ist ein Brillantkreuz. Und auch wenn die Börsen der Händler für die Antiquitäten-Show eigentlich immer gut gefüllt sind – so viel Geld, wie das Schmuck-Kreuz wert war, hatte niemand bei sich. Vollbesetzt mit Diamanten, circa 40 Karat hatte „Bares für Rares“-Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel da zur Expertise vor sich.

Doch damit nicht genug. Man könne es auf um 1700 datieren. Eigentlich sei das Diamanten-Kreuz ja auch nur ein Rahmen für ein schlichtes Kreuz aus Bergkristall, einer Art Fenster. Und dahinter versteckt sich das eigentliche Geheimnis des wertvollen Stückes: Holzsplitter, ein Reliquie aus dem Kreuz von Jesus Christus. Das war eine Weltsensation. Auf 60.000 bis 80.000 Euro taxierte die Fachfrau den Wert. Im Händlerraum kamen die Verhandlungen allerdings deutlich früher ins Stocken.

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Händlerin Susanne Steiger war mit 40.000 Euro am Ende Höchstbietende. Verkäuferin Cosima Birk bot einen Deal bei 50.000 Euro an. Am Ende einigten sich beide auf unfassbare 42.000 Euro. 7000 Euro zahlte Susanne Steiger bar, der Rest wurde per Blitzüberweisung überwiesen.

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Der teuerste Verkauf jemals bei „Bares für Rares“: ein antikes Kreuz. ZDF

Das teuerste Bild bei „Bares für Rares“

Eine Farblithografie des „Brücke“-Künstlers Otto Mueller ist das teuerste Bild der „Bares für Rares“-Geschichte. Sie ging – in einem Top-Zustand – im März 2021 über den Händler-Tisch. Schon bei der Expertise brach die Verkäuferin in Tränen aus. „Wenn das Blatt Papier nur bedruckt wäre, wären wir schon deutlich über 10.000 Euro. Koloriert ist es ein Unikat. Ich glaube an dieses Bild, ich lege mich auf 30.000 bis 35.000 Euro fest“, hatte Experte Detlev Kümmel kurz zuvor gesagt. Und tatsächlich: Fabian Kahl blättert 30.500 Euro dafür hin. „Das ist wie auf mich maßgeschneidert. Ich liebe Brücke-Künstler und Otto Mueller ist mein liebster“, sagt er und will das Bild behalten. Das Bild ist gleichzeitig das drittteuerste Objekt der Show-Geschichte.

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Die „Bares für Rares“-Kandidatin bricht in Tränen aus, als sie den unfassbaren Schätzpreis von Experte Detlef Kümmel hört. ZDF

Das älteste Exponat bei „Bares für Rares“

Ein circa 5000 Jahre altes Rollsiegel zum Versiegeln von Flaschen und Tongefäßen war das bislang älteste Exponat. Das muss man sich einmal vorstellen: Auf 3000 Jahre vor Christus datierte es „Bares für Rares“-Experte Albert Meyer. Leider wurde der Verkäufer enttäuscht. Er hatte 3500 Euro dafür bezahlt, wollte 2500 Euro haben, die Expertise lag schon nur bei 1500 Euro. Am Ende bot niemand mehr als Susanne Steiger, die nach einer harten Verhandlung nur 1200 Euro zahlte.

Die krasseste Wertsteigerung dank „Bares für Rares“

Fünf Euro hatte eine Kandidatin für ihren Flohmarkt-Fund bezahlt. Mal gucken, was der so bringt – dachte sie sich bei der Anreise zu „Bares für Rares“. Und dann blieb ihr die Spucke weg. „Es handelt sich hier um ein Ehrengeschenk des kaiserlichen Hofes. Ausgegeben hatte dieses Stück Katharina die Große – hier auch als Porträt auf der Wandung“, erklärte „Bares für Rares“- Kunsthistorikerin Dr. Heide Rezepa-Zabel.

Und: „In Anbetracht des wirklich interessanten Jahres, 1763, und der überaus prunkvollen Ausstattung, muss ich hier einen Marktpreis nennen, der weit höher liegt. Und zwar bei 40.000 bis 60.000 Euro. Der Markt hat sich noch nicht stabilisiert. Das ist durchaus ein vorsichtiger Preis.“ Was für ein Wahnsinn! „Ich würde mal sagen, das waren die best-investiertesten 5 Euro, die es überhaupt jemals gegeben hat“, freute sich Horst Lichter im Juli 2021 mit der Kandidatin.

Zwar lief es bei den Händlern nicht so gut, doch auch die 29.000 Euro, die „Bares für Rares“-Händler Daniel Meyer letztlich dafür zahlte, war ein Gewinn von 580.000 Prozent.

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In einer Sondersendung von „Bares für Rares“ stand ein 5-Euro-Flohmarkt-Fund mit unfassbarem Wert auf dem Experten-Tisch. ZDF

Das höchste Gebot der „Bares für Rares“-Geschichte

Sie denken, der teuerster Verkauf der Show-Geschichte hatte auch das höchste Gebot zu bieten? Klingt ja irgendwie auch logisch! Ist aber nicht so. Denn das höchste Gebot aller Zeiten wurde abgelehnt. Sie haben richtig gelesen. Nie hat eine Händlerin oder ein Händler bei „Bares für Rares“ mehr Geld angeboten als Susanne Steiger für ein Mercedes 190 SL Cabriolet. 90.000 Euro wollte sie dem Besitzer geben. Der hatte schon mächtig verhandelt mit der Händlerin, die eigentlich keine Preis-Grenze kennt, wenn sie ein Objekt in der Sendung wirklich haben will. Doch der Deal platze trotzdem.

Als Susanne Steiger dem Kandidaten schon auf 90.000 Euro entgegengekommen war – die Verhandlungen sollten zuvor schon abgebrochen werden –, wollte der immer noch 5000 Euro mehr. Da spielte die Schmuckhändlerin nicht mehr mit. Der Dann-doch-nicht-Verkäufer musste seinen schicken Flitzer wieder mitnehmen.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.