Dieses Schnupftabak-Döschen kam bei Bares für Rares unter den Hammer - und übertraf alle Erwartungen. Links: Altenpflegerin Natascha Scharschmidt, Moderator Horst Lichter und Kunst-Experte Detlef Kümmel. Fotos: Youtube/ZDF

Es ist gerade ein paar Wochen her, dass die diesjährige Sommerausgabe von „Bares für Rares“ lief – Fans schätzen die Sondersendung jedes Jahr für ihre besonderen Objekte. Dieses Mal war es eine russische Trinkkelle, die unter den Hammer kam, gekauft für 5 Euro auf dem Flohmarkt, bei „Bares für Rares“ versteigert für satte 29.000 Euro. Doch auch DIESER Fall ist legendär: Eine Altenpflegerin sorgte mit ihrem besonderen Schätzchen einst für Tränen in der TV-Show. Denn dass das, was sie mitbrachte, so wertvoll ist, hätte absolut niemand gedacht.

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„Bares für Rares“-Kandidatin bekam das Döschen von ihren Großeltern

Altenpflegerin Natascha Scharschmidt aus Soest kam mit einem winzigen Döschen zur Expertise, das ihre Großeltern ihr vererbt hatten. „Tatsächlich habe ich das früher als kleines Mädchen in der Vitrine betrachtet und bewundert, durfte es aber nicht rausnehmen“, verriet sie. „Ich habe ganz viele persönliche Dinge meiner Großeltern, die ich nie im Leben weggeben würde, aber dieses darf jetzt jemand anderes eine Freude machen.“

Als sie berichtet, dass sie als Altenpflegerin arbeitet, spricht Horst Lichter ihr seinen Respekt aus – und bemerkt, dass Menschen in diesen Berufen von der Politik mehr Geld bekommen müssten. „Da frage ich direkt schonmal vorweg: Was möchtest du denn für das kleine Döschen haben?“ Die Schmerzgrenze liege bei 150 Euro, sagt Natascha Scharschmidt. Bleibt es dabei?

Altenpflegerin Natascha Scharschmidt im Händlerraum bei „Bares für Rares“. Foto: Youtube/ZDF

Kunst-Experte Detlef Kümmel schaut sich das Döschen an – es handele sich dabei um eine Dose für Schnupftabak, ein Trend-Accessoire aus feinen Gesellschaften. Der Fachmann zeigt sich beeindruckt. „Einmal von Ihrer netten Preisvorstellung und von diesem Objekt. Es ist ein wirkliches Kleinod, ein Highlight. Ich bin selten zu beeindrucken, habe schon viel gesehen, aber ich habe Gänsehaut.“

Das Döschen ist in tadellosem Zustand, urteilt der „Bares für Rares“-Experte

Das Döschen ist handbemalt – mit unglaublich detaillierten Bildern. „Hier wurde mit einem Einhaar-Pinsel gearbeitet“, sagt Kümmel. Auch innen ein frivoles Bild. Doch es wird noch besser: Das Döschen sei aus echtem Meissner Porzellan gefertigt und in einem absolut tadellosen Zustand. Und noch dazu sind die Metallteile am Döschen aus Silber gefertigt. „Wir haben hier die besten Fabrikanten zusammengefügt.“ Entstanden sei die Dose vor 1735.

„Du kannst dich definitiv von deinen 150 Euro verabschieden“, sagt Lichter zur Kandidatin. Was veranschlagt Kümmel dafür? „Ich habe solche Dosen gesehen, wenn sie kaputt waren. Selbst die haben 2000 bis 2500 Euro gebracht. Und was wäre, wenn sie ganz wäre? Hier muss ich einen Wert festlegen von 4500 und 5000 Euro.“ Applaus vom Publikum – bei einigen Zuschauern rollen die Tränen, und auch Horst Lichter ist kurz davor. „Mir stehen die Tränen in den Augen, denn ich freue mich unglaublich, dass es die richtige trifft.“

Und auch die Händler enttäuschen nicht: Die Dose gefällt, Das Startgebot fällt mit 2000 Euro schon recht hoch aus. Doch sie bieten um die Wetter, immer höher geht der Preis – und am Ende geht die Dose für satte 4500 Euro an Händler Julian Schmitz-Avila.