Kandidat Nils Grabiak (38) brachte vier alte Wachssiegel mit ins „Bares für Rares“-Studio. Links: Kunst-Experte Colmar Schulte-Goltz, Horst Lichter und der Kandidat bei der Expertise. Fotos: ZDF

Es steckt schon im Namen der Trödel-Show „Bares für Rares“, welche Dinge im Studio der ZDF-Sendung besonders gern gesehen sind: rare, seltene Objekte. In der aktuellsten Folge gab es nun erneut einen Fall mit einer Besonderheit, die selbst eingefleischte Fans bisher noch nicht kennen dürften. Nils Grabiak (38) kam mit mehreren altertümlichen Wachs-Siegeln ins Studio. Nur ein Haufen altes Wachs? Nein! Die Händler lassen sich die guten Stücke einiges kosten…

Die Wachs-Siegel verzücken den „Bares für Rares“-Experten

Und das ist gut so, denn: Der Kandidat hat klare Vorstellungen, was bei dem Verkauf rumkommen soll – und für jede Summe eine Idee. „Vom Erlös her würde ich sagen: Angedacht wäre entweder ein Schlafsack, ein Zelt, ein Wohnmobil und eine Ferienwohnung“, sagt er und lächelt. Die Wachssiegel landen bei der Expertise. „Ich habe mal was außergewöhnliches mitgebracht“, stellt Grabiak seine Mitbringsel vor.

Und verzückt damit den Experten. „Ich bin total überrascht, was das für interessante Wachssiegel sind, die Sie mitgebracht haben“, sagt Kunst-Fachmann Colmar Schulte-Goltz. Sie seien sehr besonders, denn sie sind rot – „es gibt eine Art Farbencode in solchen Siegeln. Ein rotes Siegel ist eigentlich etwas, was der Souverän führt“, sagt er. Alle Siegel seien in Siegelkapseln aus Holz und Metall eingeschlossen, um sie vor dem Alterungsprozess zu schützen.

Die vier Wachssiegel bei der „Bares für Rares“-Expertise. Foto: ZDF

Die Siegen seien auf das 17. und 18. Jahrhundert zu datieren, stammen unter anderem aus dem Herzogtum Braunschweig. Der Zustand sei sehr schön. „Solche Siegel können kaputt sein, die sind in der Mitte mal gebrochen. Sie haben die Siegel gut behandelt, das kann ich sehen – die werden ihre Sammlerschaft haben.“ Wo aber hat Grabiak die Stücke her? „Ich habe sie mit einer Münzsammlung zusammen geerbt. Die waren jetzt quasi vom Platz nicht gut unterzubringen.“

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Was möchte er dafür haben? „Ich bin 83 geboren, 83 Euro wäre ein Bereich, damit könnte ich leben. Alle haben gesagt: Nicht für 80.“ Aber: Sind sie nicht deutlich mehr wert? „Unsere Händler sind nicht unbedingt Spezialisten für diese tollen Siegel. Meine Expertise beläuft sich auf 500 bis 650 Euro.“ Kandidat Grabiak überrascht: „Das ist eine Menge.“

Werden die Bares für Rares-Händler ihre Geldbörsen weit öffnen?

Also: Ab in den Händlerraum! Werden die Herren und Damen am Pult ihre Geldbörsen weit öffnen? Kurz werden die Siegel analysiert. „Ich finde die wirklich gut“, sagt Händler Wolfgang Pauritsch, steigt mit 150 Euro ein. Doch seine Kollegen scheinen sich nicht damit anfreunden zu können.

Nur Christian Vechtel bietet mit, gemeinsam treiben sie den Preis in die Höhe. Die 200-Euro-Marke fällt, dann auch die 300-Euro-Grenze. Doch nun ist Schluss? „Würden Sie an mich verkaufen für 300 Euro?“, fragt Pauritsch. Der Kandidat schlägt zu. Zwar ist nur die Hälfte der Expertise erreicht, doch sein Wunschpreis hat sich fast vervierfacht. „Und für die 300 Euro wird nun ein Schlafsack möglich sein“, sagt Nils Grabiak.