Dieses besondere Kunstobjekt kam bei „Bares für Rares“ unter den Hammer. Hier: Kunst-Experte Albert Maier, Moderator Horst Lichter und Kandidat Melchior Wolff bei der Expertise. ZDF

Jede Woche kommen in der beliebten Trödel-Show „Bares für Rares“ unzählige besondere Stücke unter den Hammer – und das Objekt, das jetzt den Besitzer wechselte, IST sogar ein echter Hammer. Ein Kandidat brachte einen merkwürdigen, aus Holz gezimmerten und mit Schnitzereien verzierten Gegenstand zur Expertise. Auf den ersten Blick war überhaupt nicht klar, worum es sich dabei handelt. Doch der Kunst-Experte der Sendung klärt auf – und lässt, als es um die Preisschätzung geht, eine echte Bombe platzen!

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Melchior Wolff (29) ist es, der mit dem schrägen Objekt zur Expertise kommt. „Ich bin heute hier, weil ich wirklich gerne wissen möchte, wo die Holzskulptur herkommt, wer das Teil gefertigt hat“, sagt er. „Ich möchte das Teil auch gern verkaufen und dafür auch ein bisschen Geld erhalten.“

„Bares für Rares“-Schock: Moderator Horst Lichter völlig platt!

Ein bisschen Geld – das klingt bodenständig. Weniger bodenständig ist die erste Reaktion von Moderator Horst Lichter, als er das Objekt erblickt. „Mein lieber Herr Gesangsverein!“ Woher Kandidat Melchior das Stück hat? „Das habe ich von meinem Opa – und der hat es wiederum von einem befreundeten Pastor. Wo der das her hat, wissen wir aber nicht“, erklärt er.

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Kunst-Experte Albert Maier erkennt sofort, worum es sich handelt. „Eine Wandkonsole“, sagt er. Das heißt: Eigentlich wird das Stück an der Wand montiert, um beispielsweise eine Marienstatue darauf zu platzieren. Sie sei aus Holz geschnitzt – „und die Schnitzerei ist ganz typisch im gotischen Stil angefertigt. Ich muss sagen: Mir bleibt die Luft weg, das ist eine Sensation. Sie haben ein Museumsstück mitgebracht!“

Das Holz-Objekt ist mit Schnitzereien reich verziert. Das schätzt auch der „Bares für Rares“-Experte. ZDF

Schon das Holz ist legendär – und das Stück birgt eine spannende Geschichte. Denn: „Die Grundsteinlegung des Kölner Doms war im Jahre 1248. Dann hat die Bauphase begonnen – und Mitte des 18. Jahrhundert wurde ein Baukran gefertigt, um die Türme zu bauen.“

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Die Bauarbeiten verzögerten sich, der Kran blieb stehen. 400 Jahre stand er am Dom, ein Wahrzeichen der Stadt. Erst später gab es Spenden großer Königshäuser aus Preußen, Sachsen und Bayern. „1842 wurde der Baukran ausgewechselt – und aus einem der Holzteile wurde diese Konsole gefertigt.“ Ein ähnliches, wesentlich kleineres Stück stehe in einem Museum in Koblenz.

Sogar der Kölner Dom ist in die Schnitzereien eingearbeitet. Warum? Das erklärt Kunst-Experte Albert Maier im „Bares für Rares“-Studio. ZDF

Das Exemplar sei ein Unikat. „Das gibt es kein zweites Mal. Mir fehlen die Worte. Es ist wunderschön.“ Bleibt die Frage nach dem Preis. „Was möchte denn der Opa haben“, fragt Moderator Horst Lichter.

Bares für Rares-Experte überbietet den Wunschpreis des Kandidaten

„Der Opa möchte 500 Euro haben“, antwortet Kandidat Melchior. Und was sagt der Kunstexperte? Es sei nicht einfach, das Unikat zu bewerten. Abgesehen von der besonderen Schnitzerei sei die Geschichte spektakulär. Auf 2000 bis 3000 Euro legt er sich fest – doch Sammler könnten wesentlich mehr zahlen, sagt Maier.

Auch die Händler staunen über das wertvolle Kunstobjekt, das ein Stück der Kölner Geschichte ist. „Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger (l.) bekommt letztendlich den Zuschlag. ZDF

Und was zahlen die Händler? Sie wirken beeindruckt von dem besonderen Objekt. „Unglaublich“, sagt Wolfgang Pauritsch, steigt mit 300 Euro ein. Doch schnell steigern sich die Gebote – nach nur einer Minute fällt die 1000-Euro-Grenze. Dann ist auch die 2000-Euro-Marke – und plötzlich auch die 3000-Euro-Marke erreicht. „Ich höre jetzt auf, zu bieten“, sagt Pauritsch. Susanne Steiger hält mit: „Ich mache mich gerade warm.“ Es geht höher und höher – und dann, als alle ausgestiegen sind, erhält Steiger für 4250 Euro den Zuschlag. Eine Wahnsinns-Summe!

Ein Bündel Geldscheine wechselt den Besitzer, der Wunschpreis des Kandidaten hat sich mehr als verachtfacht! „Die Verhandlungen sind super gelaufen, ich bin total überwältigt“, sagt Kandidat Melchior nach dem Verkauf. „Ich muss das ganze erst mal verarbeiten.“