Diese außergewöhnliche Freimaurer-Uhr sorgt bei „Bares für Rares“ für großes Interesse. ZDF

Sachen gibt's, die gibt es gar nicht. Auch wenn die ZDF-Trödelsendung beinah täglich für größere und kleinere Überraschungen gut ist, hat eine Geschichte wie diese doch auch dort Seltenheit. Denn die wirklich außergewöhnliche Freimaurer-Uhr, die eine 57-Jährige mit in die Sendung bringt, ruft nicht nur eine Wahnsinns-Expertise und riesiges Interesse hervor. Die Kandidatin sorgt auch für einen kleinen Skandal. Aber lesen Sie selbst...

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„Ich habe eine dreieckige Freimaurer-Taschenuhr mitgebracht. Ich weiß nicht sehr viel über diese Uhr. Sie war ein Erbstück von meinem leider verstorbenen Ehemann. Er wiederum hat sie von einem Großonkel aus Frankreich bekommen. Sie soll fast 200 Jahre alt sein“, erklärt Kandidatin Patrica Lehmbruch.

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„Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz zeigt die besondere Freimaurer-Uhr. ZDF

„Es ist natürlich keine Taschenuhr, die man so im Alltag benutzt“, stellt „Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz erstmal klar. „Deshalb muss es auch keine alltagstaugliche Form sein. Denn hier, wie bei vielen Gegenständen, die den Freimaurern zugeordnet werden, ist die Symbolik entscheidend.“

„Bares für Rares“-Expertin erklärt Freimaurer-Symbole 

Oben ist eine Plakette aus Porzellan angebracht, die das allsehende Auge zeigt. Außen herum ist ein Verweis auf die Loge. Auf dem silbernen Dreieck gibt es in Handgravur ausgeführt drei weitere Symbole.

Die Sonne ist die zeugende Kraft, der Mond ist der Empfänger. Dann gibt es in einer Ecke die sieben Sterne. Die Sieben ist die Zahl für den Wissenden. Unten zeigt die Uhr einen Bienenkorb, der widerspiegelt, was die Freimaurer über sich selber denken.

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„Sie möchten nicht gern als Geheimbund gesehen werden, sondern als Bund von Menschen, die im Geheimen wirken“, erklärt Wendela Horz. „Die Bienen sieht man aus dem Korb heraus und wieder zurück fliegen. Sie verrichten ein wertvolles Werk“, meint die Expertin. Das könnten alle genießen – also nicht nur den Honig. Übertragen sei das die Verbesserung der Menschen. „Aber man sieht eben nie genau, was sie tun, denn das findet im Bienenkorb statt“, verrät die „Bares für Rares“-Fachfrau, was es mit der Symbolik auf sich hat.

Das Ziffernblatt der Freimaurer-Uhr bei „Bares für Rares“ ist vergoldet.  ZDF

„Was auch sehr gut passt, ist die Verblendung außen. Das ist eine Mahnung an unsere Vergänglichkeit. Unsere Zeit hier ist kurz, wir sollten sie klug nutzen“, zeigt Horz noch ein äußeres Detail, bevor sie die Uhr endlich aufklappt.

Es gibt viele Hinweise auf christliche Symbolik. „Das große Ziel ist die Humanität. Die Gesetzestafeln könnte man mit den zehn Geboten in Verbindung bringen. Aber es könnten auch die Menschenrechte sein“, erklärt die Expertin.

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Exorbitanter Wunschpreis für Freimaurer-Uhr bei „Bares für Rares“

Das Ziffernblatt ist vergoldet. Auf der Rückseite gibt es eine Art Sonnenschliff in Silber. Punzen gibt es aber nicht. Die Uhr wird um 1870 gemacht worden sein. Der Erhaltungszustand ist gut, die Handwerkskunst ganz hervorragend.

Klingt, als würde das nicht ganz billig für die Händler werden. „3500 Euro ist das, was ich zu dieser Uhr im Kopf habe“, verrät die Kandidatin. Hola, das ist dann aber doch ein stolzer Wunsch. Da kann die „Bares für Rares“-Expertin nicht ganz mitgehen. „Ihre Uhr ist wirklich außergewöhnlich. Aber ich liege mit meiner Schätzung doch etwas unter Ihrer Erwartung. Mein Schätzpreis für Ihre Uhr liegt bei 2000 bis 2500 Euro“, sagt Wendela Horz.

„Ich finde, 2000 bis 2500 Euro ist schon gut. Aber du musst mir jetzt sagen, ob du dafür überhaupt verkaufen möchtest“, guckt „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter der Kandidatin tief in die Augen. Nur wenn die einverstanden ist, darf sie vor die Händler.

Das allsehende Auge ist ein klassisches Symbol der Freimaurer, prangt auch groß auf der Uhr bei „Bares für Rares“. ZDF

„Für 2500 Euro ja“, sagt die und bekommt dafür die Händlerkarte und feiert dies regelrecht. „Ich fühle mich wirklich sehr gut mit der Händlerkarte jetzt. Immerhin habe ich sie bekommen, auch wenn die Expertise etwas niedriger ausgefallen ist. Aber es bleibt ja abzuwarten, was im Händlerraum passiert.“

Die Händler staunen über das wertvolle Stück. „Eine äußerst spannende kleine Uhr haben Sie mitgebracht“, begrüßt Susanne Steiger die Kandidatin und startet mit 500 Euro. Schnell geht es in Hunderterschritten nach oben. Patrica Lehmbruch lacht. Als Christian Vechtel 1300 Euro bietet, sagt sie: „Da ist noch Luft.“

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„Bares für Rares“-Kandidatin will Freimaurer-Uhr doch behalten

Das wissen die Händler natürlich. Bei 2200 Euro von Thorsden Schlößner muss die Kandidatin zugeben, dass die Expertise erreicht ist. „Mein Wunsch wäre aber höher“, sagt sie. „Ich sag mal 3000 Euro wären schön.“ Da ist Susanne Steiger raus.

Die Händler bitten, den Schätzpreis zu verraten. „Die Expertise lag zwischen 2000 und 2500 Euro. Aber dabei habe ich Bauchschmerzen. Das bringe ich nicht übers Herz“, sagt  Lehmbruch und hält sich leidend ihren Bauch. Drama!

„Wenn Sie so daran hängen, müssen Sie sie ja nicht verkaufen“, wirft Roman Runkel ein. Thorsden Schlößner lässt sich sogar erweichen, sein Höchstgebot noch einmal zu toppen. 2350 Euro bietet er an. Die Kandidatin schüttelt den Kopf.

Vor den „Bares für Rares“-Händlern überlegt es sich die Kandidatin plötzlich anders und verkauft die Freimaurer-Uhr doch nicht. ZDF

„Ich fahre mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause. Ich hätte mir gewünscht, dass die Händler mehr bieten. Aber ich bin zufrieden, jetzt mehr über die Uhr zu wissen. Es war einfach schön, dass Interesse da war und ich soviel über meine Uhr erfahren habe“, meint die 57-Jährige und nimmt ihre Uhr wieder mit.

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Unfassbar! Unter diesen Umständen hätte sie die Händlerkarte nämlich eigentlich gar nicht nehmen dürfen. Die bekommt nämlich nur, wer bereit ist, für den Schätzpreis zu verkaufen. Und der war schließlich erreicht.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.

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